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Der abstiegsbedrohte MSV Duisburg ist gefährlich. Jahn Regensburg-Trainer Beierlorzer will dennoch die Punkte behalten „Die Zebras werden uns alles abverlangen“

Der Jahn Regensburg empfängt am Samstag den MSV Duisburg Foto: Johannes Gatzka

Regensburg – Verkehrte Fußballwelt! Vor einem Jahr spielte Duisburg um den Aufstieg mit, heute kämpfen sie gegen den Abstieg. „Die Zebras werden uns alles abverlangen“, prophezeit Achim Beierlorzer. Der Jahn-Trainer erwartet daher eine „schwierige Aufgabe“, wenn es am Samstag ab 13 Uhr in der Continental Arena zum Kräftemessen kommt.

Von Mario Hahn

Unterschätzen wird Achim Beierlorzer den nächsten Gegner bestimmt nicht. Das verbietet schon die starke 2. Liga, in der jeder jeden schlagen kann. „Die Spiele sind alle auf Messerschneide“, betont der Jahn-Trainer. Er warnt zudem vor dem MSV Duisburg. „Die haben mit großem Einsatz in der letzten Woche beim Spiel gegen Magdeburg noch in der Nachspielzeit den Sieg errungen.“ Auch sei das Team nicht so schlecht wie es gerade dasteht, es würden nur die „Ergebnisse fehlen“. Die Situation sei insbesondere kurios, wenn man bedenke, dass Duisburg fast dieselben Spieler habe wie vor einem Jahr. Zur Erinnerung: Am 24. Spieltag der Saison 2017/18 waren die Zebras punktgleich (37) mit Kiel. Kiel stand damals auf dem dritten, Duisburg auf dem vierten Rang.

Jahn-Trainer Achim Beierlorzer

Jetzt aber schreiben wir die Saison 2018/19 und in der liegt Duisburg mit 20 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Die Mannschaft befindet sich also mitten im Abstiegskampf. Beim Gastspiel in Regensburg werden die Zebras daher „alles reinhauen, was sie zur Verfügung haben“, weiß Achim Beierlorzer. Der Jahn-Trainer erklärt aber auch: „Wir wollen die drei Punkte bei uns lassen. Mit unseren starken Fans im Rücken können wir das auch schaffen.“ Außerdem erwartet er eine „Weiterentwicklung“ von seiner Mannschaft. „Wir müssen jetzt den nächsten Schritt gehen. Wir müssen zwar bei unserer Art, Fußball zu spielen, bleiben, dürfen unseren Charakter nicht verlieren, aber ein bisschen an der Taktikschraube können wir schon noch drehen.“ Beim 2:1-Sieg letzte Woche in Heidenheim habe das schon hervorragend geklappt.
Mit nunmehr 36 Punkten ist der SSV Jahn Regensburg nur noch vier Punkte entfernt vor dem selbst gesteckten Ziel. Zu spielen sind noch zehn Partien. Mit etwas Glück kommt man der Zielgerade am Samstag schon ein ganz großes Stück näher. Auf jeden Fall wollen Achim Beierlorzer und sein Team die restliche Saison „positiv“ gestalten. Wer weiß, was am Ende dabei rauskommt.
Jahn-Presssprecher Martin Koch rechnet am Samstag mit etwa mehr als 10.000 Zuschauern. Es ist also noch Platz in der Continental Arena. Für alle, die nicht live dabei sein können, überträgt wie immer der Bezahlsender Sky die Partie. Infos gibt es auch unter www.ssv-jahn.de (Liveticker und Turmfunk).

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