Die Jahn-Elf beweist Nerven aus Stahl! Am Sonntag gegen Karlsruhe muss die Mannschaft aber weiter am Ball bleiben

Aktualisiert vor 3 Wochen von Nadja Pohr

Regensburg – Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte steht der SSV Jahn im Viertelfinale des DFB-Pokals und wirft Bundesligisten Köln raus! Jetzt gilt es, die Euphorie mit in die Bundesliga zu nehmen und für neuen Aufwind zu sorgen.

Von Nadja Pohr

Oh, wie ist das schön! Der Jahn steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Doch zu Beginn der Partie sah es noch nicht danach aus. Der Bundesligist aus Köln sorgte schon nach vier Minuten für den ersten Dämpfer. Ismail Jakobs behielt gegen Torhüter Alex Meyer einen kühlen Kopf und schob zum frühen 1:0 ein. Knapp eine Viertelstunde später nutzte FC-Winterneuzugang Emmanuel Dennis eine Unachtsamkeit der Jahn-Defensive aus und ließ das Netz erneut zappeln (22.).

Der Start eines furiosen Pokalabends

Doch die beiden Köln-Treffer waren erst der Startschuss für einen furiosen Pokalabend, denn die Jahnelf blieb dran und bewies wieder einmal ihre tolle Moral. In der 35. Minute landete der Ball nach einer Ecke bei Scott Kennedy und der verkürzte mit einem satten Drehschuss zum 1:2. Kennedy war erst kurz zuvor für den angeschlagenen Sebastian Nachreiner in die Partie gekommen (25.). Nur wenige Minuten später schob Jann George nach Vorlage von Andreas Albers zum Ausgleich ein (44.). In der zweiten Halbzeit startete der SSV besser in das Spiel. Benedikt Gimber hatte die Führung auf dem Kopf, konnte die Kugel aber nicht im Kasten von Timo Horn unterbringen (48.). Im Gegenzug rettete Keeper Alex Meyer mit einer Klasseparade gegen Öczan.

Meyer war es auch, der zuerst seine Nerven aus Stahl zeigte. Als Jan Elvedi der Ball nach einer Kölner Ecke unglücklich an die Hand sprang, entschied Schiedsrichter Hartmann auf Elfmeter (77.). Emmanuel Dennis versuchte sein Glück und scheiterte, weil Regensburgs Nummer eins die Kugel aus dem unteren rechten Eck kratzte.
Dass der Jahn Elfmeterschießen kann, hat die Mannschaft bereits in den beiden Pokalrunden zuvor bewiesen. Und auch beim dritten Mal behielten die Spieler die Nerven. Max Besuschkow verwandelte den letzten Elfer für Regensburg und löste das Ticket für das Viertelfinale. Der SSV steht somit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte unter den letzten acht Mannschaften des DFB-Pokals.

Gegen Karlsruhe die Euphorie nutzen

Am Sonntag geht es in der Bundesliga für die Jahnelf gegen den Karlsruher SC. Die Euphorie aus dem gewonnenen Pokalspiel sollte die Mannschaft nutzen, um wieder für frischen Aufwind zu sorgen. Zuletzt tat sich der SSV in der Liga deutlich schwer und hatte mit zwei Last-Minute-Treffern (gegen Nürnberg und Darmstadt) oft auch das Glück auf seiner Seite. Aber darauf kann man sich nicht immer verlassen. Mit einem Sieg gegen den KSC könnte Regensburg einen weiteren Platz in der Tabelle gut machen, da die Vorplatzierten Heidenheim und Paderborn gegeneinander spielen und jeweils punktgleich sind. Anpfiff des Auswärtsspiels ist am Sonntag um 13.30 Uhr.

Regensburgs Elfmeter-Experten im Pokal-Rausch

Nadja Pohr

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