Die Spiele mögen (wieder) beginnen Das „Go“ der Politik ist da: 1. und 2. Bundesliga startet am 16. Mai wieder / Jahn Regensburg trifft auf Holstein Kiel

Regensburg – Nach der politisch verordneten Pause nimmt die 1. und 2. Bundesliga nächstes Wochenende wieder ihren Spielbetrieb auf. Darüber lässt sich diskutieren, aus wirtschaftlicher Sicht ist diese Entscheidung aber vertretbar. Bis zum Ende der Saison wird es aus Sicherheitsgründen nur Fußballspiele ohne Zuschauerbeteiligung geben.

Von Mario Hahn

Seit Mitte März rollt der Ball nicht mehr. Am Mittwoch nun gab Kanzlerin Angela Merkel grünes Licht für den Re-Start der 1. und 2. Bundesliga noch Mitte Mai. Darauf hatten sich zuvor alle 16 Länderchefs geeinigt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält den Kompromiss für „mehr als vertretbar“, wenngleich er gegenüber dem Radiosender Bayern 1 zugab: „Ein bisschen Bauchgrummeln hat jeder dabei. Die Liga steht auch schwer unter Bewährung, das (alle Vorschriften rund um die Hygiene; Anm. d. Red.) einzuhalten. Die Öffentlichkeit wird genau hinschauen.“
Das weiß auch Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL): „Die Entscheidung (…) ist verbunden mit einer großen Verantwortung für die Clubs und ihre Angestellten, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben diszipliniert umzusetzen. Spiele ohne Stadion-Zuschauer sind für niemanden eine ideale Lösung. Es ist in einer für einige Clubs existenzbedrohenden Krise allerdings die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu sichern.“
Jahn-Geschäftsführer Sport Christian Keller äußerte sich ähnlich in der Rundschau: „Im Kern geht es schlichtweg um 56.000 Arbeitsplätze, die in Deutschland direkt und indirekt am Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga hängen. Es wäre unverantwortlich, nicht alle vertretbaren Anstrengungen zu unternehmen, um diese Arbeitsplätze und die Existenz unserer gesamten Branche zu sichern – auch mit Blick auf erhebliche wirtschaftliche Folgeschäden für die gesamte Gesellschaft.“
Bevor es am nächsten Samstag weitergeht, müssen alle 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga die Tage zuvor in Quarantäne verbringen. Möglich wäre eine Art Trainingslager. Während dieser Zeit müssen alle Spieler, Trainer etc. regelmäßig auf Corona getestet werden.
Die Partien der 1. und 2. Bundesliga werden in chronologischer Reihenfolge fortgeführt. Es geht also mit dem Mitte März abgesagten 26. Spieltag weiter. Der SSV Jahn Regensburg startet folglich mit einem Heimspiel gegen Holstein Kiel. Es findet am nächsten Samstag, den 16. Mai, statt. Anpfiff im Jahnstadion ist um 13 Uhr.

 

So geht es beim Jahn weiter

Kiel (H), Sandhausen (A), Nürnberg (H), Osnabrück (A), Darmstadt (H), Heidenheim (A), Karlsruhe (H), St. Pauli (A), Aue (H)

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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