Doorsoun: Soll nie Thema sein, ob Mädels kicken dürfen Frauen-Fußball

Aktualisiert vor 2 Wochen von Nadja Pohr

Frankfurt/Main (dpa) – Nationalspielerin Sara Doorsoun sieht für den Frauen-Fußball noch Potenzial bei Mädchen mit Migrationshintergrund.

«Ich denke, da ist ganz viel Kommunikation gefragt, gerade mit den Eltern, wenn es in deren Heimat nicht so anerkannt ist», sagte die 29-Jährige vom VfL Wolfsburg der Deutschen Presse-Agentur. Die Tochter eines Iraners und einer Türkin bekommt auch aus der Heimat ihrer Eltern regelmäßig Reaktionen zum Beispiel auf Instagram.

«Klar freut es mich, wenn ich höre: Toll, dass du Fußball spielen darfst! Und bekomme dann Anfragen von Mädels, ob ich nicht mal zu ihnen nach Hause kommen und mit den Eltern sprechen kann», sagte Doorsoun (34 Länderspiele). «Ich würde natürlich gerne allen Mädchen helfen, aber grundsätzlich finde ich, es sollte nie ein Thema sein, ob Mädchen Fußball spielen dürfen oder nicht.»

Die Abwehrspielerin sieht sich aber nicht als Vorreiterin. «Für mich war das nie ein Thema, sondern selbstverständlich, dass ich Fußball spielen kann und darf. Je älter ich werde und desto mehr ich darauf angesprochen werde, desto mehr setze ich mich damit auseinander.»

Doorsoun ist nach einer Knieverletzung, die sie im Champions League-Finale Ende August gegen Olympique Lyon (1:3) erlitten hat, zurück in der DFB-Auswahl. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg trifft am Sonntag (18.00 Uhr/Eurosport) in Aachen auf Belgien und am 24. Februar (18.30 Uhr/Eurosport) in Venlo auf die Niederlande. Das Mini-Turnier steht im Zeichen der gemeinsamen Bewerbung der drei Länder um die WM 2027.

Düsseldorf läuft nicht heiß: Frostiges 1:1 in Regensburg

Nadja Pohr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.