Ein Geist geht um im Fußballstadion Wegen des Coronavirus spielt der Jahn Regensburg gegen Holstein Kiel vor leeren Rängen

Das Coronavirus greift um sich. Wegen Ansteckungsgefahr dürfen am Samstag keine Zuschauer in die Arena Regensburg. Nicht nur, dass der Jahn-Elf in einer sportlich schwierigen Situation der so wichtige 12. Mann fehlt, auch finanziell belastet das Geisterspiel den Verein massiv. Zumal es nicht das einzige sein wird.

Von Mario Hahn

Die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung kann einem gefallen oder nicht, sie ist aber fix. Ab sofort und bis einschließlich 19. April werden Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern abgesagt. Für den Jahn heißt das: Die nächsten drei Heimspiele (Kiel, Nürnberg und Darmstadt) sind Geisterspiele. Präsident Hans Rothammer tun die Fans leid: „Viele hatten sich auf die kommenden Spiele sehr gefreut.“

Für den Jahn bringt die Entscheidung auch einen massiven finanzwirtschaftlichen Einschnitt mit sich. Einkalkulierte Einnahmen werden wegfallen. Für die drei kommenden Heimspiele wären dies alleine im Bereich Ticketing & Hospitality 1,1 Millionen Euro. Hinzu kommen Einnahmen aus dem Merchandising. 50 Prozent davon erwirtschaftet der Verein mit dem Verkauf von Fan-Artikeln an Spieltagen. „Diese Einnahmen sind für einen Club der Größenordnung des SSV Jahn natürlich existenziell. Sie sind für die angepeilte und notwendige positive Fortentwicklung von maßgeblicher Bedeutung.“, erklärt Geschäftsführer Profifußball Christian Keller.

Am Montag hat die DFL eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt, an der alle 36 Bundesliga-Clubs teilnehmen. Auf die Ergebnisse sind alle Fußball-Fans gespannt.

Claudia Böhm

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