EM 2021: Der Fußball rollt durch ganz Europa Die Europameisterschaft findet dieses Mal in elf verschiedenen Ländern statt

Teilen Sie diesen Artikel

Regensburg – Wer folgt auf Portugal? Frankreich? England? Deutschland? Oder jemand ganz anderer? In etwas mehr als vier Wochen wissen wir es. Solange dauert es, bis die 24 Teams den neuen Fußball-Europameister ausgespielt haben. Wir drücken der DFB-Elf natürlich die Daumen!

Von Mario Hahn

Von 11. Juni bis 11. Juli steht die 21. Fußball-Europameisterschaft an. Dieses Großereignis hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern jetzt schon sicher. Denn erstmals musste eine EM-Endrunde verschoben werden.
Verantwortlich war das Coronavirus. Wegen der Pandemie wurde das Turnier, das eigentlich von 12. Juni bis 12. Juli 2020 hätte stattfinden sollen, um ein Jahr verschoben. Obwohl die Endrunde damit erst 2021 über die Bühne geht, entschied die UEFA, den Namen „EURO 2020“ beizubehalten.
Grund dafür ist auch die Tatsache, dass die EURO im Jahr 2020 ihr 60-Jahre-Jubiläum gefeiert hätte. Aus diesem Anlass wird auch zum ersten Mal in der Fußballgeschichte eine Endrunde in ganz Europa ausgetragen. Gespielt wird in elf Ländern und Stadien auf dem europäischen Kontinent.

Diese Nationen nehmen an der Fußball-Europameisterschaft teil
Grafik: lunarts_studio

Das Eröffnungsspiel am 11. Juni zwischen Italien und die Türkei steigt in Rom. Das Ziel aller Teilnehmer ist London, wo beide Halbfinals und am 11. Juli das Endspiel ausgetragen werden.
Bundestrainer Joachim Löw vermied zuletzt ganz konkrete Aussagen zur Zielsetzung der deutschen Nationalmannschaft, klar dürfte aber sein, dass sich alle Beteiligten die Teilnahme am Endspiel wünschen. Titelverteidiger ist Portugal, der amtierende Weltmeister ist Frankreich – auf beide Nationen trifft die DFB-Auswahl bereits in der Vorrunde, dazu noch auf Außenseiter Ungarn. In Deutschland ist die EM in der ARD und im ZDF zu sehen, außerdem zeigt MagentaTV alle Spiele.

 

 

 

In der Allianz Arena in München werden im Zuge dieser Europameisterschaft insgesamt vier Partien stattfinden. Drei Spiele der Gruppe F, in der Deutschland auf Frankreich, Portugal und Ungarn trifft, sowie ein Viertelfinale.
Foto: picture alliance/ dpa

 

Spielorte der EM 2021

■ London (Wembley)
■ München (Allianz Arena)
■ Rom (Olimpico)
■ Glasgow (Hamden Park)
■ Amsterdam (Johann Cruyff-Arena)
■ Sevilla (Olympiastadion)
■ Sankt Petersburg (Krestowski-Stadion)
■ Budapest (Neues Nationalstadion)
■ Kopenhagen
(Telia Parken)
■ Baku (Nationalstadion)
■ Bukarest (Arena Nationala)

 

 

Um diesen Pokal geht es bei der Fußball-Europameisterschaft
Foto: Christian Charisius_dpa

 

Der Henri-Delaunay-Pokal ist das begehrte Ziel

Ein glücklicher Kapitän wird einen besonderen Karrierehöhepunkt erleben, wenn er in Wembley den Henri-Delaunay-Pokal in die Höhe stemmen wird.

Der Spanier Iker Casillas hatte die Ehre, als erster Kapitän die neue Version des Henri-Delaunay-Pokals im Juni 2008 hochzuhalten. Die neue Trophäe ist der passende Ersatz für einen Pokal, der sinnbildlich für die UEFA-Europameisterschaft stand.
Die zweite Version der Trophäe basiert auf dem Original, das von der Firma Arthus-Bertrand 1960 entworfen und nach Henri Delaunay, dem ehemaligen Präsidenten des Französischen Fußballverbands (FFF) und ersten Generalsekretär der UEFA (von der Gründung am 15. Juni 1954 bis zum 9. November 1955), benannt wurde.
Der neue Pokal ist 18 Zentimeter größer und zwei Kilogramm schwerer als das Original. Er besteht aus Sterlingsilber und hat seinen alten Namen behalten. Der Pokal wurde überarbeitet, um das gestiegene Ansehen des wichtigsten europäischen Nationalmannschaftswettbewerbs wiederzugeben.
Verantwortlich für die Kreation des Original-Pokals war Pierre Delaunay, der Sohn von Henri, dem Visionär hinter dem Wettbewerb. Henri Delaunay starb 1955, noch ehe er die Umsetzung seiner Idee erleben konnte. In der aktualisierten Trophäe lebt sein dauerhaftes Erbe fort, weil sie die klassische Form bewahrt hat. Kleinere Veränderungen sind z. B. der vergrößerte silberne Boden, um ihn standfest zu machen. Zusätzlich wurden die Namen der siegreichen Nationen vom Sockel entfernt und auf der Rückseite des Pokals eingraviert, der acht Kilogramm wiegt und 60 Zentimeter hoch ist.
Im Gegensatz zum Original, das vom Goldschmied Chobillon bearbeitet und von Arthus-Bertrand später in Paris gekauft wurde, ist die moderne Ausgabe von Asprey London gefertigt worden.
Asprey, berühmte Silberschmiede, Juweliere und Goldschmiede, haben eine lange Tradition in der Herstellung von Trophäen. Die Geschichte reicht zurück bis zur Schaffung des Pokals für den America‘s Cup, den das Schwester-Unternehmen Garrard 1848 produzierte. Die UEFA wollte die Qualität und die Größe des Pokals steigern, um einen wahren Blickfang für diese Veranstaltung zu bekommen. Die Original-Trophäe war den Verantwortlichen dafür zu klein.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.