Jahn Regensburg im Formtief Oh je! Und jetzt geht‘s am Samstag auch noch zum Hamburger SV.

Regensburg – Das 1:2 gegen Dresden schmerzt und war unnötig. Der Jahn muss jetzt wieder in Form kommen. 2020 ist noch kein gutes Fußball-Jahr für die Selimbegovic-Elf. Für die geht es jetzt am Samstag zum HSV. Die Hecking-Elf wird sich nicht noch einmal zum Affen machen lassen.

Von Mario Hahn

Herabhängende Schultern, die Mienen fassungslos – so schlichen die Spieler des SSV Jahn am Samstag nach 90 Minuten gegen Dresden vom Platz. Niemand wusste so genau, warum dieses so immens wichtige Spiel gegen den Tabellenletzten mit 1:2 verloren ging. „Das darfst du niemals aus der Hand geben. Es war bisher der schwächste Gegner bei uns im Stadion, vor allem in der ersten Halbzeit“, analysierte Jahn-Kapitän Grüttner.
Mit einem Dreier hätte der SSV einen großen Schritt in Richtung 40 Punkte und somit zum vermeintlichen Klassenerhalt getan. Doch Dynamo reichten sieben Minuten, um die Jahn-Führung auszugleichen und selbst in Front zu gehen. „Danach hatten wir keine Durchschlagskraft mehr, um den Ausgleich zu erzielen“, so Jahn-Trainer Selimbegovic.
Dabei war es immer die große Stärke des SSV, in den letzten Minuten – dank guter Kondition – Spiele zu drehen bzw. zu einem positiven Abschluss zu kommen. Diese Stärke fehlt seit geraumer Zeit. Zwar konnte der Jahn in den sechs Spielen in 2020 zwei Siege verbuchen (jeweils 1:0), doch ist das Zustandekommen oft mit Glück verbunden gewesen.
Gegen Hannover war es ein Elfmeter zum Halbzeitpfiff. Im zweiten Durchgang, bei heftigem Schneetreiben, rettete der Jahn das 1:0 über die Zeit. Ähnlich war es gegen Wiesbaden. Mit seinem Premierentor sorgte Wekesser zwar für die Führung, aber nicht für Ruhe. Die Jahn-Elf konnte den wütenden Angriffen des Gegners nur wenig entgegenstellen – am Ende durfte man glücklich über die drei Punkte sein.
1:12 Tore und null Punkte ist das Resultat der anderen vier Spiele im Jahr 2020!
Am Samstag um 13 Uhr steht der Jahn im Volksparkstadion dem HSV gegenüber. Dieses Hamburg hat aber mit dem Hamburg aus der letzten Saison nichts mehr gemein. Das 5:0 und das 2:1 gegen den ehemaligen Dino ist Vergangenheit und wird sich so auch nicht wiederholen. Zwar schwächelt auch die Hecking-Elf derzeit ein wenig – die letzten zwei Spiele gingen verloren – vor heimischer Kulisse ist man aber eine Macht. Acht Siege, ein Remis und nur zwei Niederlagen verbreiten Optimismus beim HSV.
Und was verbreitet beim SSV Jahn Optimismus? Die Tatsache, dass Top-Scorer Stolze (sieben Assists und vier Tore) sein Comeback feiern könnte. Die Ende Januar erlittene Gesichtsverletzung ist ausgeheilt.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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