Jahn Regensburg ohne «Hokuspokus» Blitz-Start für Nürnbergs Neuzugang

Spieler versuchen an den Ball zu kommen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Von Martin Moravec, dpa

Nürnberg/Regensburg (dpa/lby) – Neuzugang Mats Möller Daehli kann sich auf einen Blitz-Einsatz für den 1. FC Nürnberg im prickelnden Nachbarschaftsduell gegen Jahn Regensburg einstellen. Trainer Robert Klauß nominierte den vielseitigen Mittelfeldspieler nur einen Tag nach seiner verkündeten Verpflichtung für den Kader der Franken zum Rückrundenstart am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky). «Wie lange er spielt, werden wir nach dem Training entscheiden, wie er sich fühlt, wie es passt», sagte Klauß bei der Pressekonferenz am Dienstag.

Der Nürnberger Coach schätzt die Variabilität des 25-jährigen Norwegers. «Er kann mehrere Rollen einnehmen, das macht ihn so wertvoll», befand Klauß vor dem Duell mit den punktgleichen Regensburgern. «Er war unser absoluter Wunschspieler, als wir gehört haben, dass er im Winter eine Veränderung anstrebt.»

Möller Daehli hat schwierige Monate hinter sich. Die Leihgabe vom früheren Hannes-Wolf-Verein KRC Genk spielte beim belgischen Erstligisten zuletzt sportlich keine Rolle mehr. Eine Erklärung habe er dafür nicht, sagte der frühere Profi von Cardiff City und des FC St. Pauli. «Die letzten Monate waren sehr schwierig», räumte er in hervorragendem Deutsch ein und versicherte: «Ich bin fit.»

«Natürlich liegt sein letztes Pflichtspiel ein bisschen zurück, aber davor hat er durchgängig gespielt», sagte Klauß zur jüngsten Historie Möller Daehlis. «Er kennt die Zweite Liga, das war auch ein Grund, warum wir gesagt haben: Das ist ein sehr wichtiger Transfer für uns, weil er auch sofort weiß, worum es geht.»

Klauß ist sich der Bedeutung des Rückrundenstarts, bei dem er den gelb-gesperrten Asger Sörensen durch Georg Margreitter ersetzt, ebenfalls bewusst. Nach vier Partien ohne Sieg komme ein «gewisser Druck in dieses Spiel rein», räumte der 36-Jährige nach der jüngsten 2:5-Klatsche gegen Hannover 96 ein.

Dem SSV fehlt die letzte Konsequenz

Die Regensburger lobte er für ihre «extrem hohe Intensität» und mannschaftliche Geschlossenheit. Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic wiederum braucht vor allem wieder die «letzte Konsequenz» im Angriff, denn in den vergangenen sechs Spielen blieben die Oberpfälzer viermal ohne eigenen Treffer.

«Wenn du alles vorbereitest und ihn nur über die Linie drücken musst, dann ist es schwer zu erklären», räumte Selimbegovic nach dem bitteren 0:2 gegen St. Pauli ein. Sein Team spiele sich aber glücklicherweise Torchancen heraus.

Der Jahn-Coach ist sich daher sicher: «Irgendwann platzt der Knoten bei ein paar Spielern, die noch ohne Tor unterwegs sind.» Da bleibt Selimbegovic auch nichts anderes übrig, denn «Hokuspokus» oder «irgendein Getränk» gebe es gegen mangelnde Torgefahr nicht.

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