Jahn Regensburg steht am Scheideweg Abstiegskampf oder gesichertes Mittelfeld? Sandhausen und St. Pauli sind die Gradmesser

Jahn-Verteidiger Jan-Niklas Beste versuchte, im Spiel gegen Bochum Impulse zu setzen Foto: Johannes Gatzka

Regensburg – Seit Anfang Dezember wartet der SSV Jahn auf einen Sieg. Die Negativserie spiegelt sich in der Tabelle wieder. Die nächsten Spiele geben die weitere Richtung vor.

Von Mario Hahn

Am Nikolaustag durften die Jahn-Fußballer das letzte Mal einen Dreier bejubeln. Am 6. Dezember gelang der Jahn-Elf ein 2:0 bei Erzgebirge Aue. Seitdem sind mehr als ein Monat sowie fünf Partien ins Land gezogen, in denen die Jahn-Elf drei Mal als Verlierer den Platz verließ und sich zwei Mal mit einer Punkteteilung zufrieden-geben musste.

Zum Negativlauf gesellt sich die Ungefährlichkeit der Jahn-Offensive mit insgesamt nur 18 erzielten Treffern. Auffällig: In den vergangenen fünf Spielen erzielte das Team von Trainer Mersad Selimbegovic nur drei Tore, kassierte aber im selben Zeitraum acht Stück. Andreas Albers, mit fünf Treffern bester Torjäger, wartet seit dem Nikolaustag auf seinen nächsten Jubler in der 2. Bundesliga.

Die sportliche Situation spiegelt sich in der Tabelle wider. Immer näher rückt der Jahn an die Abstiegsplätze heran. Vom ersten Abstiegsplatz, auf dem aktuell Braunschweig steht, ist man nur vier Punkte entfernt.

Das Gute ist: Bisher hat der Jahn erst 15 Spiele absolviert, Trainer Selimbegovic liegt daher mit seiner Aussage, „die Saison ist noch lang, da wird noch viel passieren“, vollkommen richtig. Außerdem sei erwähnt, dass der Jahn zur selben Zeit in der vergangenen Saison auch mit 20 Punkten nur drei mehr hatte als aktuell. Am Ende sicherte man frühzeitig den Klassenerhalt.

Trotzdem, darüber sind sich alle einig, muss die Jahn-Elf ab sofort mehr zeigen. Mehr Leistung, mehr Tore, mehr Siege. Am besten gleich am Sonntag, wenn es ab 13.30 Uhr zum Heimspiel gegen den Tabellennachbarn geht. Doch Vorsicht ist geboten: Sandhausen reist gestärkt durch ein 4:0 gegen Heidenheim am vergangenen Spieltag an die Donau.

Nur eine Woche später, am 24. Januar, wartet das nächste richtungsweisende Spiel. Auch St. Pauli rangiert in der Tabelle noch hinter dem Jahn. In beiden Partien, gegen Sandhausen und gegen St. Pauli, sollte also gepunktet werden, je mehr, desto besser. Nur so verstummen die immer lauter werdenden kritischen Stimmen.

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