«Kampf» statt «Kunst»: Regensburg kommt top aus Startlöchern 2. Bundesliga

Teilen Sie diesen Artikel

Darmstadt (dpa/lby) – Mersad Selimbegovic wurde nach dem gelungenen Saisonstart seines SSV Jahn Regensburg nicht euphorisch. Aber das 2:0 (1:0) der Oberpfälzer beim von Corona-Fällen gebeutelten SV Darmstadt 98 stimmte den Trainer des Fußball-Zweitligisten natürlich glücklich.

«In Summe war es ein Spiel, das man anschauen konnte. Es war keine große Kunst. Es war ein richtiger Kampf. Und es war okay für den ersten Spieltag», resümierte Selimbegovic nach den 90 Minuten am Samstag. Der Jahn-Coach war «zufrieden mit den drei Punkten», mit dem Spiel seiner Mannschaft dagegen noch nicht komplett. Aber am ersten Spieltag könne halt «noch nicht alles passen», bemerkte der Trainer.

Die Tore vor 4000 Zuschauern am Böllenfalltor erzielten der vom FC Bayern ausgeliehene Sarpreet Singh (21. Minute) und Kapitän Benedikt Gimber (61.). «Es war sehr schön, wieder vor Zuschauern zu spielen, obwohl es kein volles Stadion war», sagte Selimbegovic.

Die Gastgeber hatten zunächst mehr vom Spiel, verpassten aber etwa bei einem Pfostenschuss von Erich Berko in der 12. Minute das 1:0. «Wir haben ein paar grobe Fehler gemacht, für die wir nicht bestraft worden sind», kommentierte Selimbegovic. Das erste Tor für den Jahn hatte sich nicht angedeutet. In der Folgezeit verdienten sich die Oberpfälzer aber die Führung und hätten durchaus nachlegen können. Andreas Albers vergab die zunächst beste Möglichkeit (29.).

In der Pause «haben wir ein bisschen justiert», schilderte Selimbegovic. Man habe Darmstadt das Spiel mehr überlassen und zugleich «die Räume ein bisschen besser in den Griff bekommen. Und die brenzligen Situationen vor unserem Tor haben wir entschärft.»

Der Treffer von Gimber aus 20 Metern in den linken Torwinkel entschied die Partie für die insgesamt dann doch überlegenen Gäste. «Mit dem Sieg zu starten, ist natürlich gut», sagte der Kapitän. «Denn auch wenn die Vorbereitung von den Ergebnissen her erfolgreich war, weiß man vor dem ersten Spiel nie, wo man wirklich steht», sagte Gimber. «Wir tun aber gut daran, das richtig einzuordnen und unser Ziel 40 Punkte nicht aus den Augen zu verlieren», mahnte der Torschütze und Führungsspieler des Jahn.

Auch wenn es ein Auswärtsspiel war, genossen es die Jahn-Profis, wieder vor Publikum spielen zu können, wie Stürmer David Otto sagte: «Dafür spielen wir Fußball, dass die Fans da sind und die Emotionen auf dem Platz rüberkommen.» Für den Jahn war es gelungener Auftakt.

„Wir sind bereit”, sagt Mersad Selimbegovic vor dem Saisonstart

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.