Löw lüftet die letzten EM-Geheimnisse DFB-Kader

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Berlin (dpa) – Die ehemaligen Weltmeister Thomas Müller und Mats Hummels wieder zurück, Marco Reus nicht dabei – doch zumindest noch ein paar kleine Geheimnisse bleiben.

Wird Confed-Cup-Sieger Julian Draxler ein Opfer von Joachim Löws Personal-Puzzle? Zieht der Bundestrainer einen neuen EM-Joker aus dem Ärmel? Um 12.30 Uhr haben auch die letzten Spekulationen um den 26-köpfigen Kader des deutschen Fußball-Nationalteams für das paneuropäische Turnier in elf Ländern ein Ende.

Bei einer Videokonferenz wird Löw bekanntgeben, mit welchen Spielern er in sein finales Turnier geht. Dabei will er sich auch den Fragen von Fans und Medienvertretern stellen. Bis auf Ersatztorwart Marc-André ter Stegen, der wegen eine Knie-Operation nicht zur Verfügung steht, und den Dortmunder Reus stehen Löw alle EM-Kandidaten zur Verfügung. «Nach einer komplizierten, kräftezehrenden und am Ende «Gott sei Dank» erfolgreichen Saison habe ich gemeinsam mit dem Bundestrainer beschlossen, nicht mit zur EM zu fahren», teilte Reus auf Instagram mit.

Die spannendsten Frage sind damit schon beantwortet. Löw will das Thema Rückkehrer ohnehin nicht so hoch wie viele andere einordnen. «Ein Trainer denkt nicht daran, was Entscheidungen für eine öffentliche Wirkung haben. Das habe ich nie gemacht», erklärte der 61-Jährige schon lange vor seinen letzten Personal-Überlegungen.

Aufgrund der Corona-Pandemie darf der nach dem Turnier scheidende Bundestrainer drei Spieler mehr als üblich berufen. Am 28. Mai versammelt er die EM-Fahrer zum Trainingslager im österreichischen Seefeld. Am 15. Juni steht in München das erste EM-Spiel gegen Frankreich auf dem Programm.

Natürlich wird die deutsche EM-Mission auch entscheidend mit von Löws Abschied nach 17 Jahren beim DFB und 15 Jahren als Bundestrainer geprägt – ein Jahr vor Ende seines Vertrages. Bei den Fans hat der Weltmeistercoach von 2014 nach der WM-Vorrundenpleite von 2018 in Russland, der misslungenen Premiere in der Nations League sowie den jüngsten historischen Niederlagen in Spanien und gegen Nordmazedonien viel Vertrauen verspielt.

«Ich gehe aber in jedes Turnier mit dem absoluten Fokus, mit Motivation, Konzentration, Vorfreude und Spannung», sagte Löw entschlossen. Seinen Stil und sein Herangehen will er nicht ändern: «Ich mache es bei der EURO genauso wie bei den vergangenen Turnieren auch. Wenn es etwas gibt, was ich besonders liebe, dann sind es Turniere, in denen es um alles geht.»

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