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Regensburg & Landkreis, Sport

Maximilian Gammel (12) ist ein Nachwuchstalent im deutschen Speedway-Sport. Der Schierlinger kann schon große Erfolge vorweisen. Heuer fährt er für die „Young Devils“. In der Kurve mit „Speedway-Max“

"Speedway-Max" Maximilian Gammel aus Schierling

Schierling – Maximilian Gammel ist ein Nachwuchstalent im deutschen Speedway. Heuer startet der zwölfjährige Schierlinger für die „Young Devils“ des AC Landshut. Was ihn antreibt, erklärt „Speedway-Max“ im Blizz.

Von Mario Hahn

Motorsportler wie Maximilian Gammel nennt man „Schleifschuhartisten“. Eine gute Umschreibung für diese wagemutige Spezies. Denn während sie sich mit dem Motorrad mit hohem Speed in die Kurve legen, schleift der Schuh des Piloten über den Untergrund. Dafür muss man geboren sein.

Alle Fotos: Gammel

Blizz: Maximilian, erzähl mal: Wie ist das so, wenn man sich mit bis zu 80 Sachen in die Kurve legt? Geht einen da nicht die Düse?

Maximilian Gammel: Die Düse geht mir nicht! Ich habe trotzdem vor der Geschwindigkeit Respekt. Macht aber richtig Spaß!

Blizz: Du hast mächtig viel Benzin im Blut. Wurde Dir das Talent in die Wiege gelegt?

Maximilian Gammel: Ich bin seit meinem vierten Lebensjahr bei Speedway-Rennen dabei, als Sechsjähriger habe ich es selbst mal ausprobiert. Mein Vater und Opa sind schon lange Speedway-Fans. Die haben mich mit diesem Virus infiziert.

Apropos Familie: Die ist für Maximilian sehr wichtig. Nicht nur im Sport, aber auch dort. Daheim in Schierling ist Oma Sylvia der „Ruhepol“. Und bei Rennen stehen ihm „Papa und Opa“ zur Seite. Derzeit besucht Maximilian die Mittelschule in Alteglofsheim. Seine Lieblingsfächer sind – neben Sport – Werken, Kunst Textschreiben und Mathematik. Speedway hilft ihm auch dort. „Wenn ich Rennen fahre, habe ich bessere Noten.“
Die Karriere von „Speedway-Max“ begann im Jahr 2015 in der 50-ccm-Klasse. Zwei Jahre später stieg er um in die höhere 125-ccm-Klasse.

 

Blizz:  War die Umstellung auf eine größere „Maschine“ schwer?

Maximilian Gammel: Ja, die Umstellung war schon schwierig. Die 50-ccm-Maschine hatte ein Automatikgetriebe, die 125-ccm hat dagegen Fußschaltung, da muss man bei der richtigen Drehzahl schalten. Da der Gang ohne Kuppeln reingeknallt wird, gibt es ab und zu schon einen Getriebeschaden. Außerdem haben die Motorräder keine Bremsen, die werden mit Gas-wegnehmen gebremst.

 

Blizz: Du hast schon einige Erfolge vorzuweisen. Sei mal so nett und zähle für unsere Leser die größten auf.

Maximilian Gammel: Der größte Erfolg ist, wenn man abends gesund nach Hause kommt. Ist ja ein sehr rasanter Sport! Aber natürlich freue ich mich über gute Ergebnisse. 2016 z. B. durfte ich über drei Süddeutsche Vizemeistertitel und über die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft jubeln. 2017 wurde ich mit dem Team des AC Landshut ADAC Bayern-Cup-Meister. Und 2018 erzielte ich beim Grasbahnrennen in Zweibrücken mit voller Punktzahl den ersten Platz.

Der Boden ist beim Speedway so eine Sache. In Deutschland besteht der Untergrund im Normalfall aus Sand und Granitgemisch. Ab und an fährt man aber auch auf Gras. Der Unterschied: Grasbahnen sind sehr schwierig zu fahren, sie sind holpriger als Speedway-Bahnen. Maximilian: „Wenn man bei Speedway einen Fahrfehler macht, kann man gleich bis auf den letzten Platz zurückfallen. Bei Grasbahn kann man einen Fahrfehler ausbessern, wenn man sich traut. Das trau ich mich. Ich bevorzuge die Außenbahn, da komme ich mit einen sehr schnellen Speed in die Kurve, deshalb machen mir Grasbahnrennen richtig Spaß!“

Speedway auf Grasbahn

Blizz: Wie geht es bei Dir weiter? Welche Rennen stehen an, wo finden die statt? Sicher will der eine oder andere Dich live sehen.

Maximilian Gammel: Ich werde heuer alle ADAC Bayern-Cup-Rennen fahren, auch einige Süddeutsche Bahnmeisterschaftsläufe, unter anderem auch ein paar Rennen im Ausland (Tschechien). Rennen in der näheren Umgebung sind am 27. April in Neustadt an der Donau, am 22. Juni in Landshut und am 13. Juli in Abensberg. Unsere Rennserie werden wir am 20. April in Pocking beginnen.

 

Blizz: Zu guter Letzt: Was ist Dein größter Speedway-Traum?

Maximilian Gammel: Am wichtigsten ist es, gesund zu bleiben und die Rennen unfallfrei zu beenden, um Speedway noch lange betreiben zu können. Zudem möchte ich den ein oder anderen Podestplatz erreichen.

Blizz: Maximilian, ich bedanke mich bei Dir für das Gespräch und wünsche Dir viel Speed auf Deinem weiteren Way 🙂

Übrigens: Speedway fristet in Deutschland noch ein Nischendasein. Aus diesem Grund ist es schwer, Sponsoren zu gewinnen. „Speedway-Max“ benötigt aber welche, um dauerhaft Erfolge feiern zu können. Wer helfen möchte, der erhält mehr Informationen unter www.speedway-max.com.

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