Mit „breiter Brust“ gegen formstarke „Lilien“ Jahn Regensburg: Der erste Dreier nach dem Re-Start soll her

Regensburg – Gegen Nürnberg und Osnabrück waren Siege zum Greifen nah, dennoch spielte man beide Male unentschieden. Verschenkte Punkte? Mersad Selimbegovic wirft das nicht aus der Bahn. Mit bisher erreichten 36 Punkten habe man „immer noch eine gute Ausgangsposition“, so der Cheftrainer des Jahn Regensburg. Am Samstag einen Dreier gegen Darmstadt 98 und man wäre dem Klassenerhalt ein großes Stück näher.

Von Mario Hahn

Die Ausgangslage vor dem Spiel am Samstag (13 Uhr) ist klar definiert. Mit Darmstadt 98 (Selimbegovic: „Die sind richtig gut drauf.“) kommt das Team der Stunde ins Jahnstadion. Von den letzten 14 Partien haben die Hessen lediglich eines verloren (seit dem Re-Start holte man zwei Siege, der Jahn nur vier Remis) – die Trendkurve zeigt nach oben, was der sehr gute fünfte Tabellenplatz belegt.

Großen Anteil am Erfolg der „Lilien“ hat die schnelle Offensive. Selimbegovic weiß: „Wir müssen kompakt stehen und dürfen uns nicht auseinanderziehen lassen. Denn wenn die hinter unsere Linie kommen, wird‘s unangenehm.“ Mit Serdar Dursun hat Darmstadt 98 einen guten Mann in den eigenen Reihen. „Er ist ein überragender Stürmer, hat bisher 13 Tore erzielt. Es wird nicht einfach sein, ihn zu stoppen – aber wir können es.“
Überhaupt, der Jahn geht mit „breiter Brust“ in die nächste Partie. Selimbegovic: „In den letzten beiden Spielen haben wir jeweils zwei Tore gemacht. Wir haben uns auch viele Torchancen erspielt.“

Mit der spielerischen Entwicklung der letzten Wochen zeigte sich auch Torwart Alex Meyer zufrieden, der gegenüber Jahn TV erklärte: „Wir haben uns gegen Nürnberg und Osnabrück gesteigert, in der Offensive vermehrt gute Chancen herausgespielt und diese auch effektiver verwertet als in den Spielen zuvor.“ Mit Darmstadt 98 wartet ein Gegner, der „bisher eine sehr gute Saison spielt und der in den letzten Wochen starke Leistungen gezeigt hat, sowohl kämpferisch als auch spielerisch.“ Meyers Devise fällt dennoch zuversichtlich aus: „Wenn wir da weitermachen, wo wir die letzten Spiele aufgehört haben und im Torabschluss noch etwas präziser werden, traue ich uns einiges zu.“

Auch Max Besuschkow, der gegen Osnabrück das zwischenzeitliche 2:0 erzielte, gibt sich selbstbewusst: „Wir haben die Partie gegen Osnabrück analysiert, unsere Lehren daraus gezogen und wollen gegen Darmstadt drei wichtige Punkte holen.“ Gegen die „Lilien“ wird die Jahnelf am Samstag „alles in die Waagschale werfen, um zu gewinnen“, gibt sich Besuschkow im Jahn TV kämpferisch. Die Auftritte der Jahn-Elf gegen Nürnberg und Osnabrück machen durchaus Mut für die anstehende Aufgabe. „Man hat in den letzten zwei Spielen gesehen, wozu wir in der Lage sind. Wir müssen uns in den entscheidenden Situationen noch ein bisschen cleverer anstellen und bei eigener Führung dann auch einfach mal den Sack zumachen.“

Übrigens: Jahn-Trainer Selimbegovic weiß auch schon, wie er den nächsten Gegner überrumpeln will: „Sie haben Schwächen im Aufbauspiel. Hier müssen wir hellwach sein und schnell umschalten. Und ja: Wir könnten auch mal wieder ein Standardtor machen. An der Präzision haben wir gearbeitet. Wenn wir einen Dreier einfahren, dann ist auch wieder die Leichtigkeit da.“

Claudia Böhm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X