Mit den Fans im Rücken zum lang ersehnten Erfolg Seit 2010 und elf Spielen wartet der SSV Jahn auf einen Sieg gegen Dynamo Dresden. Nun ist die Zeit reif dafür.

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Regensburg – Wahrscheinlich kennt das jede Fußballmannschaft: Es gibt dieses eine Team, gegen das man überhaupt nicht spielen mag. Es liegt einem einfach nicht. Qualitativ mag es zwar unterlegen sein, aber aus welchen Gründen auch immer, man sieht meist schlecht gegen diese Mannschaft aus. Auf seinen langjährigen Angstgegner trifft der SSV Jahn am Freitag im Heimspiel – und hat gute Chancen, ihn das Fürchten zu lehren.

Von Mario Hahn

Man muss schon lange Fan des SSV Jahn sein, um sich an drei Punkte gegen Dresden zu erinnern. Der letzte Erfolg gegen Dynamo gelang im April 2010. Damals schossen Petr Stoilov und Tobias Schlauderer die Rothosen zum 2:0-Auswärtssieg. Seitdem sind elf direkte Duelle ins Land gegangen, entweder in der 2. oder 3. Liga, und kein einziges Mal schaffte es der Jahn, als Sieger vom Platz zu gehen. Höchste Zeit also, diese Durststrecke zu beenden und den Angstgegner das Fürchten zu lehren!
Die nächste Möglichkeit dafür besteht am Freitag, wenn der Jahn die Dresdner um 18.30 Uhr in der Arena Regensburg empfängt. Bereits am Montag waren laut Jahn-Presseabteilung über 10.000 Karten verkauft. Die Fans dürfen sich also auf ein stimmgewaltiges Fußballfest freuen.
Die Chancen, dass nach 90 Minuten die Regensburger jubeln dürfen, ist dieses Mal so gut wie lange nicht. Denn der Jahn ist zuhause mittlerweile eine Macht. Vier der jüngsten fünf Heimspiele haben die Rothosen für sich entschieden. Drei dieser vier Siege holte der SSV sogar zu Null. Nur eine der letzten acht Partien in der heimischen Arena hat der Jahn verloren.
Gegner Dresden kann nach 23 Spieltagen überhaupt erst vier Siege vorweisen. Mit 13 gingen über die Hälfte aller Zweitligaspiele verloren – so auch das vom letzten Wochenende. Da empfingen die Sachsen in einem Abstiegskracher den VfL Bochum und verloren durch einen Gegentreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit mit 1:2. Die Lage am Tabellenende ist dadurch und durch den Sieg von Karlsruhe in Sandhausen ein Stück weit aussichtsloser geworden. Der Rückstand der Dresdner auf das rettende Ufer beträgt acht Punkte, der auf den Abstiegs-Relegationsplatz aber immerhin noch sechs Punkte. Seit vier Partien in der 2. Liga ist Dynamo mittlerweile sieglos. Nur eines der letzten zehn Ligaspiele hat man gewonnen und sechs verloren.

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