Nach der Saison ist vor der Saison Nach dem Abgang wichtiger Spieler - der Jahn muss sich für künftige Aufgaben wappnen

Aktualisiert vor 5 Monaten von Daniel Popp

Regensburg – Am Sonntag beendete der SSV Jahn eine außergewöhnliche Spielzeit auf dem 12. Tabellenplatz. Das Ziel, die 2. Liga zu halten, ist erreicht. Doch viele, auch etablierte Spieler, verlassen Regensburg. Der Verein steht wieder einmal vor der Herkulesaufgabe, eine konkurrenzfähige Truppe auf die Beine zu stellen.

Von Mario Hahn

Andi Geipl und Marco Grüttner wären sicherlich gerne mit einem besseren Ergebnis von der Bühne abgetreten. Doch beim 1:2 im Jahnstadion war der Gast aus Sachsen einfach effektiver als die Hausherren.

Das 1:2 wurmt nicht nur die beiden Spieler, die den Verein nach sechs bzw. vier Jahren verlassen, die Niederlage belastet auch die Finanzen. Ein einstelliger Tabellenplatz hätte mehr Fernsehgelder generiert. Denn ausreichend Geld ist im modernen Fußball entscheidend, um eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine stellen zu können. Unglücklicherweise haben die Corona-Krise und ihre Folgen (u. a. fehlendes Ticketing und Fanartikeleinnahmen) dem Jahn ein Umsatzminus von rund 3,75 Millionen Euro beschert.

Auch Correia liebäugelt mit einem Wechsel

Mit wenig Geld auskommen und das Beste daraus machen – damit kennt man sich beim Jahn hervorragend aus. Der sportliche Geschäftsführer, Christian Keller, muss aber nicht nur den bisherigen Kapitän und seine Stellvertreter, Grüttner und Geipl, ersetzen, auch hinter dem Verbleib von Marcel Correia steht ein großes Fragezeichen. Der Innenverteidiger, der 2018 aus Kaiserslautern kam und in dieser Saison 31 Einsätze hatte, liebäugelt wegen der Familie mit einem Wechsel. Die Erfahrung des 31-Jährigen würde dem Jahn helfen.

Weg ist auch Julian Derstroff. Nach zwei Jahren ohne viele Einsatzzeiten sucht der Offensivmann eine neue Herausforderung. „Ich hätte der Mannschaft einfach sehr gerne noch öfter auf dem Platz geholfen, weiß aber trotzdem sehr zu schätzen, was ich hier erleben durfte“, sagte Derstroff bei seiner Verabschiedung.

Chima Okorojis Abgang schmerzt

Ebenso verlassen werden den Jahn die Leihspieler Aaron Seydel und Chima Okoroji. Seydel kehrt nach Mainz zurück, Okoroji zu Freiburg. Insbesondere der Abgang von Okoroji schmerzt: „Ich verfolge Chima schon seit seiner Jugendzeit. Er ist ein Spieler, der selbst noch gar nicht weiß, wie viel Potenzial in ihm steckt. Wenn er dieses Potenzial ausschöpft, und ich bin überzeugt davon, dass er das wird, kann er im Profifußball definitiv noch für Furore sorgen. Ich drücke ihm für seine weitere Entwicklung die Daumen und würde mich freuen, wenn er doch noch einmal im Jahn-Trikot aufläuft“, erklärte Christian Keller. Wer weiß, vielleicht lässt sich Freiburg noch einmal auf eine Leihe ein. Dann hätte Keller bereits das Problem des linken defensiven Außenspielers gelöst. Und die anderen löst er bestimmt auch noch – so wie eigentlich jedes Jahr!


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Mehr Infos: www.ssv-jahn.de.

Claudia Böhm

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