Regensburg – Hätte vor Saisonbeginn jemand prophezeit, dass die Eisbären nach 27 Spieltagen auf Platz zwei der Tabelle in der Eishockey Oberliga Süd stehen, hätten die treuen Fans das wohl so unterschrieben. Denn der Aderlass war vor Saisonbeginn schon enorm. Insgesamt 13 Neue musste Trainer Igor Pavlov integrieren. Mit Erfolg. Daran können auch die jüngsten Niederlagen nichts ändern. Das jüngste Team der Liga ist eine Einheit, die funktioniert, aber eben auch noch lernen muss.

Von Matthias Dettenhofer

Eishockey-Spieler werden im Sommer gemacht. Heißt, die Grundlage für eine erfolgreiche Saison legt man mit einer harten, intensiven und fordernden Vorbereitung. So auch geschehen bei den Eisbären Regensburg. Trainer Igor Pavlov hat in der Vorbereitung eine fitte und willensstarke Mannschaft geformt, was sich im bisherigen Saisonverlauf ausgezahlt hat.

Nach zwei Auftaktpleiten zu Saisonbeginn gegen die Top-Teams Peiting und Rosenheim, starteten die Eisbären eine fulminante Siegesserie und verließen das Eis 14 Mal ungeschlagen. Der Lohn: Platz eins in der Tabelle und jede Menge Respekt der Gegner. Da ist es auch nicht so schlimm, dass die letzten vier Partien (Stand 27.12.) gegen Höchstadt, Selb, Landshut und Weiden denkbar knapp mit einem Tor Unterschied verloren gegangen sind. Die junge Truppe steht immer noch auf einem exzellenten zweiten Platz in der Tabelle. Gründe für die jüngsten Niederlagen zu suchen, ist meiner Meinung nach müßig und auch überflüssig, da es unwahrscheinlich ist, dass ein Team wie ein heißes Messer durch die Butter, auch durch eine Saison, marschiert.

So haben sich Peiting, Landshut, Rosenheim und Riessersee ebenfalls ihre „Auszeiten“ genommen. Panik ist also nicht angebracht und Pfiffe gegen die Mannschaft, wie in der Partie gegen Weiden auch nicht. Ein Zwischenzeugnis gibt es erst am 6. Januar, wenn die Vorrunde zu Ende gespielt ist und die Meisterrunde beginnt.