Squadra Azzurra vs. The Three Lions! Der Weg von Italien und England ins Finale / Beide Mannschaften im Faktenvergleich

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Italien und England sind die beiden Teams, die im Finale (Samstag, 21 Uhr) in Wembley gegeneinander antreten werden. Im großen Faktenvergleich wird sich zeigen, wer vielleicht eher das Zeug zum Europameister hat.

Von Nadja Pohr

Es schien für beide Mannschaften ein Leichtes zu sein, bis ins Finale zu kommen. Doch sowohl Italien als auch England zeigten während der EM auch schwache Momente.

In der Vorrunde überzeugten die Italiener noch mit Bravour: drei Siege in drei Spielen und kein Gegentor. Doch im ersten K.-o.-Spiel gegen Österreich sah die Lage anders aus. Die „Squadra Azzurra“, wie die Nationalmannschaft in Italien genannt wird, vermied nur knapp das Elfmeterschießen. Im Spiel gegen die belgische Nationalmannschaft war das Team wieder auf Kurs und gegen Spanien bewies es im Elfmeterschießen die stärkeren Nerven.

England dagegen konnte in der Gruppenphase nicht so glänzen wie die Italiener. Gegen Kroatien und Tschechien kam man kaum nach vorne und ausgerechnet gegen Schottland kam die Mannschaft nicht über ein 0:0 hinaus. Die Turbo-Zündung kam mit dem Achtelfinale. 2:0-Sieg gegen Deutschland, 4:0-Sieg gegen die Ukraine und schließlich der Sieg über die Dänen. England ist im Rausch und vermied in der kompletten K.-o.-Phase ihren bisherigen Angstgegner: das Elfmeterschießen.

Der Faktenvergleich

Italien hat die stärksten Torschützen. Ciro Immobile, Federico Chiesa, Matteo Pessina, Manuel Locatelli, Lorenzo Insigne trafen jeweils zweimal im Turnier – jeder brandgefährlich. Die „Three Lions“ haben Harry Kane. Vier Tore schoss er für sein Land und könnte noch Torschützenkönig der EM werden. Doch Kane kam nicht immer gut ins Spiel und seine Leistung schwankte stark im Turnierverlauf – 1:0 für Italien.

Im italienischen Tor steht Gianluigi Donnarumma. Seinen Kasten hielt er bis zur K.-o.-Phase sauber. Mittlerweile hat er drei Gegentore kassiert. Jordan Pickford musste im gesamten Turnier nur einmal hinter sich greifen – im letzten Spiel gegen Dänemark. Dieser Punkt geht an England – 1:1!

Auf ihren schnellsten Spieler muss die Squadra Azzurra leider verzichten. Leonardo Spinazola verletzte sich im Spiel gegen Belgien, doch den Titel „Speedy Gonzales des Turniers“ nimmt ihm mit 33,8 km/h wohl keiner mehr weg. Für die Engländer flitzt Raheem Sterling. Sein Top-Speed liegt bei 33,1 Da Sterling fit ist, geht der Punkt an England. 1:2!

Die Engländer haben am Samstag Heimvorteil. Im Wembley Stadion werden sie wieder eine Menge Unterstützung von ihren Fans erhalten. Doch auch die Italiener haben eine Menge Rückenwind durch ihre Fans. Denn auch wenn in Wembley nicht so viele italienische Fans dabei sein werden, wird die Nationalmannschaft wissen, dass ein ganzes Land hinter ihr steht. Denn Fußball bedeutet für alle Italiener pure Leidenschaft und bedingungslose Unterstützung. – Sorry England, aber der Punkt geht nach Italien. 2:2!

Wer wird das Zeug dazu haben, Europameister zu werden? Wer beweist Nerven, Kampf und Willenskraft? Die Italiener haben gegenüber den Engländern einen letzten Vorteil: Sie wissen, wie man Europameister wird. England hat das noch in seiner sportlichen Historie noch nie geschafft, also 3:2!
Fazit: Am Ende siegt Italien.

Sarpreet Singh kommt per Leihe vom FC Bayern

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