SSV: Aufrappeln nach historischer Pleite Bielefeld brachte die Jahnelf völlig aus dem Konzept / Neue Chance gegen Wiesbaden

Regensburg – Es war die achte Saisonniederlage, die Jahn Regensburg am 21. Spieltag einstecken musste. Ganze sechs Tore kassierten die Rothosen am Sonntag im Spiel gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld – ihre höchste Niederlage in der 2. Bundesliga seit 1977. Am Samstag um 13 Uhr ist in Regensburg Anstoß gegen den SV Wehen Wiesbaden. Eine Chance, die Darbietung vom letzten Wochenende vor heimischem Publikum wieder gutzumachen?

Man kann durchaus mal ein Spiel verlieren, das gehört dazu. Aber was der Jahnelf im Spiel gegen Arminia Bielefeld in der Schlussphase passiert ist, geht nicht. Das stellt Trainer Mersad Selimbegovic bei einer Pressekonferenz am Donnerstag klar. Marcel Correia schenkte dem Gegner in der 86. Minute ein Eigentor – ein Missverständnis mit fatalen Folgen und einem Endstand von 6:0 für Bielefeld. Die Rothosen, völlig aus dem Takt gebracht, wurden vom Gegner mit Treffern in der 87. und 90. Minute praktisch vom Platz gefegt.

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Niederlage „knallhart und kritisch analysiert“

Die Analyse dieser Niederlage sei kritischer ausgefallen als sonst, betont Selimbegovic, „aber jetzt blicken wir nach vorne und haben unser Ziel weiterhin im Blick“. Gegen den SV Wehen Wiesbaden kann der SSV Jahn Regensburg am Samstag zeigen, wie entschlossen er an seinem Ziel festhält. Der Gegner sei schon mehrmals abgeschrieben worden, erklärt Selimbegovic. Er habe jedoch höchsten Respekt davor, wie Wiesbaden sich immer wieder zurückgekämpft habe. Seine Strategie: „Nicht auf Harakiri machen, sondern geduldig bleiben.“

Gelbsperre für Grüttner

Auf zwei Spieler muss Selimbegovic am Samstag verzichten: Stürmer Marco Grüttner hatte in Bielefeld seine fünfte Gelbe Karte kassiert, Sebastian Stolze fällt ebenfalls noch aus. Der Außenbahnspieler hatte beim Heimspiel gegen Hannover mehrere Gesichtsbrüche (u. a. am Jochbein) erlitten. Zwar sei er diese Woche beim Lauftraining mit dabei gewesen, aufs Feld könne er aber erst wieder, wenn eine spezielle Gesichtsmaske fertig sei. Wieder fit ist hingegen Sebastian Nachreiner.

Besuschkow will den Fans Freude bereiten

Mittelfeld Max Besuschkow erklärt, was die Jahn-Fans am Samstag erwartet: „Wir haben das Bielefeld-Spiel analysiert und es abgehakt. Wir müssen das gegen Wiesbaden auf jeden Fall besser machen.“ Es werde zwar ein schweres Spiel, „aber es ist ein Heimspiel mit unseren Fans im Rücken“, denen man „eine Freude bereiten“ wolle.

Claudia Böhm

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