SSV Jahn verschläft den Beginn des Spiels Wird es nochmal eng für Regensburg?

Aktualisiert vor 2 Wochen von Nadja Pohr

Regensburg – Wird es noch mal eng für den Jahn? Fünf Partien haben die Regensburger in dieser Saison noch zu bestreiten, vom Relegationsplatz trennen sie aktuell nur sieben Punkte. Hätte man in Hannover den erhofften Befreiungsschlag geschafft, könnten die Spieler viel unbeschwerter in das Heimspiel gegen den HSV gehen.

Von Mario Hahn

Mersad Selimbegovic musste nach dem 1:3 bei Hannover 96 wie so oft in letzter Zeit mit der Schlafmützigkeit seiner Elf zu Beginn der Partie hadern. „Nach nur 37 Sekunden geraten wir durch einen Sonntagsschuss in Rückstand, den wir so aber nicht zulassen dürfen.“ Richtig! Aber beim durchaus satten 16-Meter-Schuss ins linke Toreck von Hannovers Haraguchi befanden sich die Jahn-Akteure noch im Dämmerschlaf. Der dauerte ganze 15 Minuten an, so lange agierte nur der Gastgeber. 96 legte dann nach, und zwar in Person von Weydandt. Selimbegovic, angesprochen auf das 0:2 nach nur 14 Minuten, schilderte not amused: „Dann folgt ein weiter Abwurf des gegnerischen Torhüters, unser Verteidiger (Gimber; Anm. d. Red.) rutscht aus und wir schaffen es nicht, noch zu retten. Damit bist du schnell 0:2 hinten, wie so oft in dieser Saison haben wir das zu leicht hergegeben.“ Jahn-Verteidiger Wekesser meinte: „Natürlich sind wir verärgert, dass wir gerade in der ersten Halbzeit zwei so vermeidbare Gegentore kassiert haben. Nichtsdestotrotz müssen wir beide Halbzeiten beurteilen.

Wunderbarerweise erwachte der Jahn nach der Pause. Wie so oft. „Die erste Halbzeit war zäh, aber wir haben uns aufgerappelt. Die zweite Halbzeit war deutlich besser. Wir haben ordentlich begonnen und verdient den Anschlusstreffer gemacht“, betonte Selimbegovic. Die Jahn-Elf setzte also das um, was sie sich in der Kabine geschworen hatte. Wekesser: „Wir wollten Charakter und Mentalität zeigen, alles rausfeuern.“ Am effektivsten nahm sich das Stürmer Albers zu Herzen. Der Däne im Jahn-Trikot nutzte die unerwartete Passivität der Hannoveraner aus und schob nach einer Flanke von Besuschkow die Kugel lässig durch die Beine von 96-Keeper Esser (56.). Hannovers Trainer Kocak dazu: „Das Gegentor war ärgerlich, da müssen wir besser klären und verteidigen.“ Im Anschluss war der Jahn drauf und dran, den Ausgleich zu machen, hatte auch einige gute Chancen (Wekesser: „Mit etwas mehr Matchglück machen wir den Ausgleich.“), doch „dann verlieren wir den Ball im Mittelfeld und am Ende ist es ein gut ausgespielter Konter, der zum entscheidenden 1:3 führt.“ Ducksch, der schon die ersten beiden Treffer vorbereitete, schob zum Endstand ein (82.).

Wahrlich, Jahn-Trainer Selimbegovic wirkte nicht glücklich am Mittwochabend in Hannover. „Es ist schade, dass wir so begonnen haben. Hätten wir von Beginn an so gespielt wie in der zweiten Halbzeit, wäre viel mehr drin gewesen. So ist es am Ende leider eine verdiente Niederlage.“
Die Hoffnung im Abstiegskampf gibt der Jahn aber noch lange nicht auf. Stellvertretend für alle betonte Wekesser: „Auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen, da haben wir eine Reaktion gezeigt.“ Den Worten Taten folgen lassen, heißt es jetzt am Sonntag, wenn ab 13.30 Uhr der Hamburger SV im Jahnstadion gastiert.

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Nadja Pohr

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