Standortbestimmung für Mira Moch Regensburger Ruderin will zur U23-Weltmeisterschaft nach Tschechien

Mira Moch vom Regensburger Ruder-Klub von 1890 e.V. und ihre Zweier-Partnerin Hanna Winter (Lübecker RG) Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de

Regensburg – Auch der Rudersport ist von der Corona-Pandemie betroffen. Das Training im Einer oder auch im Zweier war zwar mit Einschränkungen möglich, doch die üblichen Regatten wie zum Beispiel die Frühjahrslangstrecke in Leipzig oder die deutsche Kleinbootmeisterschaft mussten abgesagt werden. Trotzdem sollte nun der aktuelle Leistungsstand der Kaderruderer und –ruderinnen ermittelt werden. Dazu luden die Bundestrainer zu einer „Trainingsmaßnahme mit Überprüfungscharakter“  auf die Regattastrecke in Berlin-Grünau. An dieser Trainingsmaßnahme beteiligt waren auch Mira Moch vom Regensburger Ruder-Klub von 1890 e.V. und ihre Zweier-Partnerin Hanna Winter (Lübecker RG).

Bei welligen Bedingungen wurde zunächst ein Time Trial ausgefahren, bei dem alle Zweier im 30 Sekunden-Takt die 2000 m lange Strecke gegen die Zeit fahren. Anhand dieser Ergebnisse wurden dann die Vorläufe gesetzt, in denen sich jeweils die ersten drei Boote für das Halbfinale für A- und B-Finale qualifizierten. Mit einem soliden Rennen erreichten Mira und Hanna hier den zweiten Platz und kämpften tags darauf um den Einzug ins A-Finale. Durch einen beherzten Endspurt gelang ihnen hier mit einer halben Sekunde Vorsprung der erste Platz.

Die erste Hürde war damit geschafft und so galt es, am letzten Übungstag noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Bis zur 1000 m-Marke hatten sie zu den zwei führenden Booten schon eine Bootslänge Rückstand aufgebaut und befanden sich im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem dritten und vierten Boot. So musste auf den dritten 500 m eine Aufholjagd gestartet werden, die zum Teil gelang und erneut musste im Endspurt um jeden Zentimeter gekämpft werden. Mit einem halben Luftkasten Rückstand zu den Drittplatzierten fuhren Mira und Hanna  als Vierte über die Ziellinie.

Mit einer ersten Standortbestimmung und dem Wissen, woran in den nächsten Wochen gearbeitet werden muss, ging es wieder nach Hause.

Wenige Tage später trafen sich die Zweier von Platz eins bis acht in Rostock, um in Vierern zu trainieren, welche eine Woche später bei einer weiteren Trainingsmaßnahme mit Überprüfungscharakter in Hamburg gegeneinander Rennen fahren sollten. Die Vierer setzten sich anhand der Zweierergebnisse zusammen und so ruderten Hanna und Mira gemeinsam mit den Drittplatzierten Luisa Schade und Gerlinde Obenaus (beide RC Potsdam), mit denen sie bereits im letzten Jahr bei der U23-EM in Duisburg Im Boot saßen.

Bei der Überprüfung in Hamburg fuhr der Vierer um Mira im Vorlauf und Finale mit zwei Bootslängen Vorsprung als Erster über die Ziellinie. Am Sonntag wurden aus den Vierern dann noch Achter gebildet, die sich ebenfalls über die 2000 m duellierten. Auch hier fuhr das Boot mit Mira Moch auf Platz eins.

Nun geht es zurück in den Zweier, um sich auf die zweite Kleinbootüberprüfung in München am nächsten Wochenende vorzubereiten. Hier wollen Mira und Hanna ihren Platz im A-Finale verteidigen und vielleicht noch ein oder zwei Plätze weiter nach vorne fahren.

Das große Ziel ist in diesem Jahr die Nominierung zur U23-Weltmeisterschaft, die vom 7.-11. Juli in Raĉice in Tschechien stattfinden soll.

(Text: F. Dietze, basierend auf einem Bericht von Mira Moch)

 

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