Stefan von Frankenberg führt die Handball-Damen des ESV 1927 Regensburg an die Spitze der 3. Liga Süd „Das perfekte Spiel wird es wohl nie geben“

Regensburg – Die Hinrunde lief für die Handball-Damen des ESV 1927 sehr gut. Souverän stehen die „Eisenbahnerinnen“ an der Tabellenspitze der 3. Liga Süd; der Aufstieg scheint zum Greifen nah. Bevor es in die wohlverdiente Weihnachtspause geht, steht Trainer Stefan von Frankenberg im Blizz Rede und Antwort.

Von Mario Hahn

Blizz: Wie bewerten Sie nach dem Abschluss der Hinrunde die aktuelle Saison?

Anzeige
Sale Lifestyle Kollektion bei Polstermoebel Werner

ESV-Trainer Stefan von Frankenberg
Foto: Tobias Baur

Stefan von Frankenberg: Wir stehen auf Platz eins, also ist insgesamt alles gut. Wir haben einmal verloren und einmal Unentschieden gespielt – diese Punktverluste hatten wir uns selbst zuzuschreiben. Die meisten Spiele haben wir recht souverän gewonnen.

Gab es Spiele, in denen Sie den Handball gesehen haben, den Sie sich vorstellen?
Das perfekte Spiel wird es aus Trainersicht wohl nie geben. Gerade im Handball ist es fast unmöglich, dass von der ersten bis zur sechzigsten Minute alles passt. Aber wir hatten in jedem Spiel Phasen, wo ich sage: „Das ist jetzt genau so, wie ich mir die Abwehr vorstelle“. Diese Phasen hatten wir in vielen Spielen über sehr, sehr lange Zeit. Diese Phasen gibt es auch im Angriff, aber sie sind nicht ganz so lang. Insgesamt klappt die Umsetzung Training-Spiel ganz gut.

Nochmal zurück zur Abwehr, die sich gegenüber der letzten Saison enorm gesteigert hat: Gewinnt eine gute Defensive Meisterschaften?
Die Defensive ist immer das A und O. Ohne eine gute Abwehrleistung wird es nicht klappen, ganz oben zu stehen. Steht man hinten gut, hat man auch im Angriff die Sicherheit, dass man den ein oder anderen „Hundertprozentigen“ verwerfen kann. Das bewahrheitet sich auch bei uns. Wir haben bislang exakt 23 Gegentore im Schnitt kassiert und sind immer in der Lage, selbst um die 30 Tore zu werfen. Das ist eine ganz gute Basis.

Zu Saisonbeginn sagten Sie: „Wir können aufsteigen, müssen aber nicht“. Gilt diese Aussage nach der Hinrundenmeisterschaft so noch?
Die Aussage gilt natürlich noch. Man weiß nie, was in der Rückrunde passiert. Wir haben noch einige sehr schwere Auswärtsspiele wie in Metzingen (9.2.), Allensbach (28.3.) und Haunstetten (18.4.) vor uns. Nach wie vor ist ja auch unsere Hallensituation prekär: Wir können in unserer Halle weiter weder trainieren noch spielen. Es sind auch noch elf Spiele zu absolvieren und da können immer Verletzungen passieren und Formtiefs auftreten. Sollten wir Meister werden, steht auch noch die Relegation aus. Da können wir auch noch nicht abschätzen, auf welche Gegner wir treffen würden und wie stark die dann sind.

Die Mannschaft ist ja auch noch sehr jung.
Genau, das darf man bei der Betrachtung nie vergessen. Wir haben die zweitjüngste Mannschaft der 3. Liga Süd. Das muss alles wachsen. Wenn sich die Chance zum Aufstieg ergibt, wollen wir sie natürlich ergreifen. Sollte es dann nicht ganz reichen, wird auch im nächsten Jahr in Regensburg weiter Handball gespielt.

Stefan von Frankenberg, viel Erfolg weiterhin mit den „Eisenbahnerinnen“.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X