Wie Schmitt und Hannawald: Traumstart für Eisenbichler & Co. Skisprung-Auftakt in Wisla

Aktualisiert vor 2 Monaten von Daniel Popp

Wisla (dpa) – Nach dem besten Saisonstart seit 20 Jahren blieb für die deutschen Skispringer nicht viel Zeit zu feiern.

Ein über Instagram verbreitetes Jubelfoto mit der Mannschaft inklusive Sieger-Faust und Mundschutz war noch drin, dann hieß die Devise für Wisla-Sieger Markus Eisenbichler, den zweitplatzierten Karl Geiger und ihre Kollegen: Kurz ins Hotel, etwas essen und ab nach Hause.

Die deutschen Top-Springer wissen, dass sie eine lange Saison mit großen Zielen vor sich haben. Schon am Mittwoch geht es per Charterflieger von München zur nächsten Weltcup-Station nach Finnland. Es folgen rund drei Wochen nonstop auf Achse mit dem ersten großen Saisonhöhepunkt: der Skiflug-WM im slowenischen Planica.

Nach ihrem Top-Start werden die eigenen Erwartungen und Hoffnungen, aber natürlich auch jene der Fans, sicher nicht kleiner werden. Erstmals seit der Saison 2000/01 freuten sich die DSV-Adler über einen Doppelsieg im ersten Einzelweltcup der Saison: Damals siegte Martin Schmitt vor Sven Hannawald, der sich als TV-Experte im Fernsehstudio mit «Eisei» und Geiger freute.

Auch der langjährige Bundestrainer Werner Schuster, der mit Eisenbichler 2019 bei der Weltmeisterschaft in Seefeld drei Goldmedaillen feierte, war begeistert. «Er ist ein Verrückter. Er liebt dieses weit springen», kommentierte der Österreicher den famosen Sprung seines früheren Schützlings auf 137,5 Meter, dem Eisenbichler im zweiten Versuch 134 Meter folgen ließ.

Für den Siegsdorfer und dessen Zimmerkollegen aus Oberstdorf brachte das Wochenende neben dem kurzfristigen Jubel über den Traum-Auftakt vor allem die Erkenntnis, die Geiger so formulierte: «Es bestätigt einfach, dass wir richtig gearbeitet haben im Sommer und dass der Winter los gehen kann.» Freiraum für die große Party ist in der Saison, in der auch noch die Vierschanzentournee und die nordische Heim-WM im Allgäu als große Highlights anstehen, vielleicht ja dann zu einem späteren Zeitpunkt.

Zwei DSV-Adler vorn: Eisenbichler siegt vor Geiger in

Daniel Popp

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