Yuya Osako schießt den SSV Jahn aus dem DFB-Pokal Am Samstag geht‘s in Kiel weiter

Aktualisiert vor 1 Monat von Mario Hahn

Regensburg – „Wir waren nicht schlecht, aber nicht gut genug, um die Bremer vor Probleme zu stellen.“ Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic brachte es nach dem 0:1 gegen den Bundesligisten treffend auf den Punkt. Für ihn und seine Regensburger Spieler ist die durchaus erfolgreiche Reise im DFB-Pokal seit Mittwochabend vorbei.

Von Mario Hahn

Vorab: Der SSV Jahn muss sich nicht grämen. Denn trotz mancher spielerischer Mängel, die gegen Werder Bremen offen zu Tage traten – wohlgemerkt, ein Zweitligist traf auf einen Bundesligisten; einen Unterschied muss es ja auch geben – machten die Regensburger den Hanseaten das Leben schwer. Folgerichtig teilte Selimbegovic nach dem Spiel mit: „Ich verspüre keine Enttäuschung, vielmehr bin ich stolz über das, was wir in dieser Pokal-Saison geleistet haben.“ Und das war historisch. Noch nie in seiner langen Geschichte stand der SSV Jahn Regensburg im Viertelfinale des DFB-Pokals. Das Erreichte kann ihm niemand mehr nehmen.

Wie schon in den Pokalspielen zuvor spielte der Jahn seine Trümpfe aus, die da lauten: Einsatzwille, Leidenschaft und – niemals aufgeben. So lange, bis der Schiedsrichter zum Schlusspfiff ansetzt. Das bekamen die Bremer am Mittwochabend im Jahnstadion am eigenen Leib zu spüren. „In den letzten zehn Minuten wurde es für uns noch mal sehr kribbelig“, gab Werder-Trainer Florian Kohfeldt zu Protokoll, der damit dem finalen Aufbäumen der Jahn-Elf Respekt zollte.

Matchwinner Yuya Osako

Bei frostigen Temperaturen und unter schwierigen Platzverhältnissen begann der Favorit dynamischer. Der Elan der Bremer verflachte aber schnell, der Jahn fand dadurch besser ins Spiel. Obwohl stets bemüht, strahlte die Offensive der Regensburger selten Gefahr aus. Aber auch Bremen stellte Jahn-Keeper Alex Meyer vor keine großen Herausforderungen. Torlos endete der erste Durchgang. Nach der Pause war es erneut der Bundesligist, der anfänglich aktiver agierte. Nach einem Pfostenschuss von Moisander war es der Japaner Yuya Osako, der nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld freistehend den Ball mustergültig mit der Brust annahm und aus der Drehung heraus volley ins Tor traf (52.). Alex Meyer war beim 1:0-Siegtreffer machtlos. Selimbegovic kritisierte nachher: „Der Ball ist 60, 70 Meter in der Luft. Das müssen wir besser verteidigen.“ Fortan spielte Regensburg offensiver, was Bremen Konterchancen ermöglichte, die aber ungenutzt blieben. So kam es, wie es kommen musste. Der Jahn legte in der Schlussphase noch mal alles in die Waagschale und wäre durch Andreas Albers beinahe zum Ausgleich gekommen. Seinen Kopfball in der Nachspielzeit klärte Verteidiger Gebre Selassie auf der Linie und machte somit den Halbfinaleinzug für Werder Bremen perfekt.

Zurück im Ligaalltag

Bereits am Samstag bestreitet der SSV Jahn sein nächstes Zweitligaspiel. Die Regensburger treffen am 28. Spieltag auf Holstein Kiel. Anpfiff ist um 13 Uhr im Holstein-Stadion. Im Kampf gegen den Abstieg benötigt der Jahn jeden Punkt, die Norddeutschen kämpfen derweil um den Aufstieg in die Bundesliga.

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Nadja Pohr

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