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Wirtschaft (Anzeigen)

Bestens Gepflegt leben – zuhause oder im Heim

Vom neuen Pflegestärkungsgesetz profitieren auch Menschen mit einer Demenzerkrankung Foto: Blizz-Archiv

2017 ist für die Pflege in Deutschland ein besonderes Jahr / Ab sofort wird Demenz systematisch berücksichtigt

Viele Menschen in Deutschland haben sich noch nicht aktiv mit dem Thema Pflegeversicherung auseinandergesetzt. Der Informationsstand zur Pflegereform und den Neuerungen ist gering. Die Mehrheit hat von den Änderungen ab Januar 2017 noch nichts gehört, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse zeigt.

2017 ist für die Pflege ein besonderes Jahr. Seit Jahresbeginn ist mit dem Pflegestärkungsgesetz (PSG II) die größte Pflegereform seit Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 wirksam. Aus den drei Pflegestufen wurden fünf Pflegegrade. Die größte Errungenschaft der Reform ist wohl die systematische Berücksichtigung von Demenz bei der Bestimmung des Pflegebedarfs. Davon profitieren die Menschen mit Demenz. Insgesamt fließt deutlich mehr Geld ins System. Eine große Verbesserung erfährt der ambulante Bereich. Vor Jahreswechsel hatte ein Pflegebedürftiger in Pflegestufe I einen Anspruch auf ambulante Leistungen in Höhe von 689 Euro pro Monat. Mit dem Jahreswechsel wurde er in Pflegegrad 3 übergeleitet, wo der monatliche Sachleistungsanspruch mit 1.298 Euro fast doppelt so hoch ist.

Derselbe Anspruch besteht zusätzlich für Leistungen der Tagespflege. Für Bewohner in Pflegheimen gibt es zwar auch Verbesserungen, z. B. in der sozialen Betreuung. Die Reform ist aber eindeutig eine Reform gegen stationäre Einrichtungen. „Ambulant vor Stationär!“, so lautet der klare Wille der Politik und er hinterlässt seine Spuren für die Betreiber von Pflegeheimen. Neue Vorschriften, veränderte gesetzliche Regelungen, Ausführungsverordnungen – sie alle machen den Heimen das Leben unnötig schwerer. „Dabei gibt es viele Menschen, die in Heimen besser aufgehoben sind oder dort besser aufgehoben wären“, ist Dr. Robert Seitz von der Caritas überzeugt.

Das sehen übrigens auch Bewohner so. Natürlich geht in einem solchen System nichts ohne bürokratischen Aufwand. Unsinniger Dokumentationsaufwand wie stupides Kreuzchen-Machen ist aber auch den Pflegebedürftigen ein Dorn im Auge. Der Sprecher der Bewohner des Regensburger Alten- und Pflegeheims Elisabethinum initiierte deshalb von sich aus eine Petition beim Deutschen Bundestag. Ihr schlossen sich 20.000 Unterzeichner an, auch der Caritasverband Regensburg unterstützte sie. Nach Erfahrungen von Einrichtungen der Caritas Regensburg lässt sich so der Dokumentationsaufwand in Altenheimen um bis zu 20 Prozent reduzieren. Die Folge: Es bleibt mehr Zeit für die zuwendungsorientierte Betreuung.

In der Alten- wie auch in der Krankenpflege herrscht Personalnotstand. Abhilfe schaffen verlässliche Arbeitsbedingungen mit einer fairen, tarifgerechten Bezahlung. Die Caritas zum Beispiel setzt deshalb sehr bewusst auf eine gute, überdurchschnittliche Bezahlung mit Zusatzleistungen wie einer betrieblichen Altersversorgung. Der Jahressalär von Pflegekräften kann sich im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen sehen lassen. So verdient eine Fachkraft nach vier Jahren jährlich 38.000 Euro, nach fünfzehn Jahren sind es im Schnitt über 44.000 Euro. Eine Pflegedienstleiterin erreicht nach gut fünf Jahren ein Jahresgehalt von etwa 50.000 Euro.

Mehr Infos gibt’bei der Caritas Regensburg unter www.caritas-regensburg.de bzw. unter Tel.: 0941/5021145.

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