Deutsche Gerichte sind die Taktik der „faulen Deals“ von VW und Co leid: Jetzt wird abgerechnet! Neues Auto oder Kaufpreis plus Zinsen zurück!

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Regensburg/Cham – Marko Heimann und Tanja Fuchs haben den Automobilkonzernen den Kampf angesagt. Die Rechtsanwälte unterstützten Abgasgeschädigte im Rechtsstreit um Schadensersatz. Jetzt hat der Bundesgerichtshof als höchstes deutsches Gericht eine bahnbrechende und wegweisende Entscheidung gefällt:
Der klagende Dieselgate-Geschädigte kann seinen alten Tiguan zurückgeben und bekommt dafür einen neuen Tiguan aus der aktuellen Serie.

Blizz: Worum genau geht es in der Entscheidung des Bundesgerichtshofs?Marko Heimann: Erstmals haben sich Deutschlands oberste Richter zum VW-Skandal geäußert. Sie haben einem klagenden VW-Tiguan-Besitzer Recht gegeben. Dieser hat nunmehr einen Anspruch auf Neulieferung eines VW Tiguan aus der aktuellen Serie.

Warum kommt diese Entscheidung erst jetzt?
Deutschlands oberste Richter waren die Taktik von VW leid, welche immer wieder versucht hat, Entscheidungen der Oberlandesgerichte und des Bundesgerichtshofs durch „faule Deals“ zu verhindern.

Die Rechtsanwälte Marko Heimann und Tanja Fuchs unterstützen
„Dieselgate-Betroffene“
Foto: Rechtsanwaltskanzlei Heimann

Wie ist das abgelaufen?
Sobald ein Prozess vor einem höheren Gericht für VW in Gefahr geriet, mit einer Niederlage für den Konzern zu enden, hat sich der Autobauer durch Zahlung von hohen Vergleichssummen aus der Affäre gezogen. Diesen „Handel mit der Wahrheit und Gerechtigkeit“ wollte der Bundesgerichtshof wohl nicht mehr länger hinnehmen. Obwohl auch dieser Prozess wiederum durch VW mit fragwürdigen Zahlungen an den Kläger beendet wurde, ist der Bundesgerichtshof jetzt selbst an die Öffentlichkeit getreten. Er wollte damit auch Rechtssicherheit und Klarheit für die Millionen geschädigter Kunden von VW & Co. schaffen.

Wie geht’s jetzt weiter?
Der Beschluss des Bundesgerichtshofs gibt vielen Geschädigten Mut für eine Klage gegen Volkswagen. Ihre Chancen stehen besser denn je. Bereits zum Jahresende 2018 hat das LG Augsburg VW verurteilt, dem geschädigten Autobesitzer seinen Kaufpreis zu 100 % – plus Zinsen! – zurückzuzahlen.
Diese Meinung vertreten jetzt auch die Landgerichte Nürnberg, Ellwangen und Itzehoe. Zahlreiche weitere Landgerichte wie zum Beispiel Augsburg, Halle, Gera und Erfurt sind sogar der Auffassung, dass man sich die gefahrenen Kilometer nicht anrechnen lassen muss! Das Landgericht Erfurt hat sogar beabsichtigt, die Frage dem Europäischen Gerichtshof für eine Eilentscheidung vorzulegen.

Was ist daher jetzt zu tun?
Klagen! Klagen! Klagen! Wer jetzt keine Klage erhebt, verschenkt ein neues Auto oder Geld.

Reicht die Anmeldung zur Sammelklage?
Nein – auf keinen Fall. Die Sammelklage wird von Kennern als „Sammelquatsch“ bezeichnet. Kostet nichts, bringt nichts und stiehlt Zeit.
Außerdem: Das OLG Braunschweig hat den 1. Termin zur mündlichen Verhandlung für den 30. September 2019 bestimmt. Das ist die letzte Möglichkeit, in Sachen VW- Abgasskandal noch etwas zu unternehmen, um Geld plus Zinsen zurückzuerhalten oder ein neues Auto zu bekommen.
VW rechnet mit einer Verfahrensdauer vor dem OLG Braunschweig bis 2023, danach kann man noch mindestens zwei weitere Jahre für die nachfolgende Gerichtsverhandlung vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe einkalkulieren. Aber auch im Jahre 2025 erhalten die Sammelkläger kein Geld von VW. Sie müssen dann erst von vorne beginnen, gegen VW zu klagen – viel Erfolg!

Was raten Sie deshalb den Sammelklägern?
Raus aus der Sammelklage und rein in die Individualklage – bevor es zu spät wird. Das geht alles völlig unkompliziert. Wir Rechtsanwälte wissen, wie es geht, und helfen Ihnen dabei.

Was ist mit den Geschädigten, die bisher noch gar nichts unternommen haben?
Für die wird es jetzt höchste Zeit. Entgegen einer von Volkswagen verbreiteten Behauptung sind die Ansprüche keinesfalls verjährt. Alles ist auch jetzt noch möglich.

Was gibt´s noch?
VW zahlt seinen Mitarbeitern für 2018 einen Bonus von 4.750 Euro. Der höchste Bonus seit vier Jahren! Audi zahlt jedem Mitarbeiter 4.770 Euro zusätzlich für 2018. Porsche zahlt für das gleiche Jahr sogar über 9.650 Euro an jeden Mitarbeiter. Unserer Meinung nach wird es Zeit, dass jetzt auch endlich die betrogenen Autokäufer einmal ordentlich Geld erhalten. Und weil die Autohersteller dazu immer noch nicht freiwillig bereit sind, holen wir das Geld für unsere Mandanten eben mit einer Klage.

Und jetzt?
Die geschädigten Verbraucher haben sich lange genug auf die Politik und die Automobilbranche verlassen. Ergebnis: Fahrverbot in vielen deutschen Städten, die Androhung der Stilllegung ihres Autos und Updates, die nicht funktionieren und den Motor schädigen können. Es wird Zeit zu handeln!
Klagen Sie jetzt!

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