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Wirtschaft (Anzeigen)

IHK Regensburg: Das Lebenswerk managen

Alexander Da Silva Sebö (2.v.l.) wurde bei der Übernahme des elterlichen Betriebs von den Nachfolgelotsen beraten. Albert Eckl (l.) sowie Dr. Reinhard Rieger und Andreas Keller (r.) bieten sich Unternehmerinnen und Unternehmern bei der Stabübergabe als unparteiische Partner an. (Foto: Burdack)

Das Lebenswerk managen

Nachfolgelotsen helfen bei der Übergabe eines Unternehmens

Bei rund einem Drittel der Firmen in der Region steht in den nächsten zehn Jahren die Unternehmensnachfolge an. Die wenigsten Unternehmerinnen und Unternehmer machen sich darüber früh genug Gedanken. „Dabei sinkt mit jedem Tag, den ein Unternehmen zu spät übergeben wird, sein Wert“, warnt Dr. Reinhard Rieger von der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Warum? „Weil nicht selten die Zeit für neue Ideen und Investitionen hinausgezögert wird.“ Gemeinsam mit Andreas Keller von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und Albert Eckl von der Hans-Lindner-Stiftung startete IHK-Experte Rieger das Projekt „Nachfolgelotsen“, um die Firmenchefs früh genug für das Thema zu sensibilisieren. Denn 70 Prozent haben sich nach einer Umfrage der IHK noch nicht mit ihrer Nachfolge beschäftigt. „Unternehmer sind es gewohnt, das ganze Leben lang strategische Entscheidungen zu treffen. Wir wollen ihnen klar machen, dass auch die Übergabe ihres Lebenswerks eine Management-Aufgabe ist“, sagt Rieger, „unterm Strich die wichtigste.“

Neuer Drive für die Waschstraße

Die Familie Sebö betreibt eine große Waschanlage in der Regensburger Kirchmeierstraße und hat früh genug den Übergang vom Senior auf den Junior in die Wege geleitet. Bei dem Konzept für die Betriebsübergabe wurde sie von Nachfolgelotsen Albert Eckl von der Hans-Lindner-Stiftung begleitet. Alexander Da Silva Sebö beschreibt den Übergang des Betriebs von seinem Vater Peter auf ihn als einen von langer Hand geplanten Prozess, bei dem auch der Familienbeirat Gehör fand – von der 87-jährigen Großmutter bis zu seiner Frau.

Mit dem Ergebnis zeigt sich der Junior-Chef, auf den derzeit die Geschäftsleitung übertragen wird, zufrieden. „Wir sind sehr personalintensiv. Unsere Mitarbeiter sind froh, dass der Betrieb in Familienhand bleibt. Die Alternative wäre gewesen, zu verkaufen oder zu verpachten“, erklärt Da Silva Sebö. Vater und Mutter hätten ihm für die nächsten Jahre ihre Unterstützung zugesagt, ließen ihm bei der zukünftigen Gestaltung des Unternehmens jedoch freie Hand. Die neue Generation bringt jetzt neuen Drive in den Familienbetrieb. Da Silva Sebö investiert in eine umweltfreundlichere Waschanlage und ihm ist die Balance zwischen Firma und Familie wichtig. Die Mitarbeiter lädt er, wie der Vater das schon gemacht hatte, alle zwei Wochen zur Teambesprechung. Aus dem Vortrag des Chefs vorm Beamer wurde dabei eine offene Runde im Sitzkreis.

Infokasten

Tag der Unternehmensnachfolge am 21. Juni in Bad Abbach

Am 21. Juni laden die Nachfolgelotsen von IHK, Handwerkskammer und Hans-Lindner-Stiftung zum Tag der Unternehmensnachfolge auf den Golfplatz Bad Abbach, Deutenhof 2, ein. Beleuchtet werden alle Aspekte der Nachfolge, von der Bewertung des Betriebs über die Finanzierung bis zu den emotionalen Aspekten einer Übernahme. Zudem können die Teilnehmer in die Welt des Golfsports hineinschnuppern. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Unternehmerinnen und Unternehmer, als auch an Personen, die sich vorstellen können, mit der Übernahme eines Unternehmens den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis 14. Juni unter www.hwkno.de/nachfolgelotsen

Die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim

In der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim sind 79.000 Unternehmen aus der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim organisiert. Sie profitieren vom Service der IHK, wenn es um standortrelevante Themen, Fachkräftesicherung und Außenwirtschaft geht. Mehr als 350 Unternehmerinnen und Unternehmer engagieren sich ehrenamtlich in den regionalen IHK-Gremien und in den Ausschüssen für Verkehr, Außenwirtschaft, Steuern, Handel, Industrie, Berufsbildung und Tourismus. Hier erarbeiten die IHK-Mitglieder die Standpunkte der

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