“Nun kann etwas Neues beginnen“ Abschlussfeier der Wirtschaftsschule der Privaten Schulen Breitschaft im Corona-Bann

Regensburg – „Ein Schuljahr und eine Abschlussfeier, die wohl in die Annalen eingeht“, so bezeichnete es zumindest Schulleiterin Barbara Kasberger bei der zweigeteilten Abschlussfeier der Wirtschaftsschule der Privaten Schule Breitschaft am 21. Juli. Die 42 Absolventinnen und Absolventen konnten keine gemeinsame Abschlussfeier erleben und alle Partys bis hin zum schon organisierten Abschlussball mussten ausfallen: Corona hat die Schule und die Schülerinnen und Schüler auch am letzten Tag ihrer Schullaufbahn fest im Griff. So scheute die Schulleitung keine Mühe und erarbeitete ein Hygienekonzept, um wenigsten eine Abschlussveranstaltung mit Zeugnisaushändigung zur Mittleren Reife im Innenhof der Schule zu ermöglichen. Schüler und Eltern dankten es „ihrer Schule“ und erlebten trotz Abstand und Mund-Nase-Maske eine stimmungsvolle und sehr unterhaltsame, kurzweilige Feier. Die musikalische Umrahmung übernahm in gewohnter Weise Michael Miller.

Geschäftsführerin Christiane Wildmann warf deshalb auch einen besonderen Blick auf die vergangenen letzten Wochen, „als, Skype sei Dank, eine perfekte Illusion von Schule“ präsentiert werden konnte. Dies hätte der Schule und den Lehrerinnen und Lehrer, aber auch den Schülerinnen und Schülern viel abverlangt. Nichtsdestotrotz ginge dieser Lebensabschnitt zu Ende und neue Herausforderungen warteten auf die Absolventen, „egal ob Sie bei uns an der FOS weitermachen oder direkt eine Ausbildung beginnen“. Wildmann bedauerte, dass niemand wisse, wie sich die Corona-Folgen weiter auswirken werden: „Ist der Ausbildungsplatz noch zu haben; startet die FOS im September ohne Probleme?“ Elternbeiratsvorsitzender Gotthard Unger gratulierte im Namen des Elternbeirats und gab den Schülerinnen und Schülern den guten Rat, „mit Elan, Freude, Neugier, Beharrlichkeit und Geduld ihren Weg zu gehen, ohne sich von Rückschlägen einschüchtern zu lassen“. Mit Respekt und Höflichkeit würden Sie auch in Zukunft auf offene Ohren und eine gute Zusammenarbeit stoßen, so Unger

Antworten auf die Frage: „Was macht Corona aus meiner Zukunft?“

Schulleiterin Barbara Kasberger griff in Ihrer Abschlussrede die Corona-Problematik auf. „Eure Prüfungsvorbereitungen waren geprägt von Abstand halten, Social Distancing“, ein furchtbarer Begriff wie sie meinte. „Da wir uns ja nicht sozial voneinander distanzieren sollten, ich hätte eher Personal Distancing gewählt, egal, beides schwer und ungewohnt“, so Kasberger. Sie erinnerte an die Folgen des Lookdown: „Vertraute Menschen waren plötzlich nicht mehr erreichbar, weil sie zur Risikogruppe gehörten oder nicht im eigenen Haushalt lebten“ und zeigte Verständnis für die Nöte ihrer Schülerinnen und Schüler. „Ich denke gerade eure Altersgruppe hat unter diesen Beschränkungen sehr gelitten und tut es sicher noch“. Aber Eltern Lehrer und die Schulleitung hätten an die Absolvia geglaubt.

Barbara Kasberger erklärte, dass es ihr auch bewusst sei, dass sich in die Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt auch Sorge und vielleicht Angst mischen. „Pläne für die Reisen ins Ausland sind wahrscheinlich zunächst mal auf Eis gelegt und vieles wird nicht mehr so zu verwirklichen sein, wie ihr euch es vorgestellt habt“, sprach sie den Schülerinnen und Schülern aus dem Herzen, konterte aber allen Pessimismus sofort mit einem deutlichen Statement: „Ihr könnt euch sicher sein und davon bin ich überzeugt, euer Wissen, euer Können, euer Engagement, eure Neugier, als das brauchen wir in unserem Land, in unserer Stadt. Gerade in diesen Zeiten seid ihr wichtig, wir brauchen neuen Schwung, neue Ideen, wir brauchen euch“. In diesen Zeiten sei ein Zusammenrücken, ein Zusammenhalten wichtig. „Also packt es an, solidarisch, habt Vertrauen, glaubt an eure Zukunft und ganz wichtig glaubt an euch. Wir Alle tun das“, dass sie den richtigen Ton getroffen hat, zeigten Absolventinnen und Absolventen, Eltern und Lehrerkollegium mit ihrem Applaus

Ein zauberhafter Abschluss 

Die Verabschiedung durch die Klassenleiter prägte allen voran Alexander Fischer mit seiner Zaubershow für seine zauberhafte 11 Zb. So manchen Lacher, aber sicher viele Geschmunzel, erntete er mit seinen Tricks. So zog er eine Reihe von „sensationellen Ausreden“ aus dem Hut und versicherte, dass seine Klasse „mit Abstand“ die beste gewesen sei. Auch die Klassenleiter Harald Stegmann und Berit Heyse (wegen Krankheit vertreten durch Simone Wölfle) konnten bei den Schülerinnen und Schülern mit ihren kurzen, aber zielsicher gesetzten Anekdoten punkten.

Nach der Zeugnisübergabe, natürlich mit Abstand, konnte Schulleiterin Barbara Kasberger zur Ehrung der Jahrgangsbesten Fabian Seidl, Caroline Lachner und Sebastian Polzer  schreiten, alle drei hatten einen Schnitt von 1,5 oder besser und die Absolvia mit ihren Eltern mit einem Glas Sekt verabschieden.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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