Bayerische Metallindustrie rechnet mit hoher Kurzarbeit Infolge des verschärften Lockdowns

Aktualisiert vor 1 Woche von Nadja Pohr

München (dpa/lby) – Die bayerische Metall- und Elektroindustrie rechnet infolge des verschärften Lockdowns für die kommenden Monate mit hoher Kurzarbeit in den Betrieben. «Im Dezember fuhr nach unserer aktuellen Umfrage fast jeder zweite M+E-Betrieb in Bayern Kurzarbeit», sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. «Wir rechnen damit, dass dies in den kommenden Monaten so bleiben wird oder die Kurzarbeit sogar noch einmal zunimmt.» Denn im Dezember, vor dem nochmals verschärften Lockdown, hätten weitere neun Prozent der Betriebe für die kommenden Monate Kurzarbeit geplant.

Gegenwärtig arbeiteten vier Fünftel der 838 000 Beschäftigten normal: «In der gesamten M+E Industrie in Bayern befinden sich derzeit 21 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit», sagte Brossardt. Der Arbeitgeberverband rechne hier «mit keiner Entspannung».

Mit Blick auf die laufenden Tarifverhandlungen in der Branche forderte Brossardt, «dass die Beschäftigungssicherung im Zentrum stehen muss». Die Corona-Krise haben die Metall- und Elektroindustrie hart getroffen. Niemand wisse, wie stark der aktuelle Lockdown Konsum, Investitionen und Lieferketten belasten werde. «Es gibt daher keinen Verteilungsspielraum.»

Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn für die Beschäftigen oder aber, «wo es schlecht läuft, eine Absenkung der Arbeitszeit mit teilweisem Entgeltausgleich». Die Branche baut laut Arbeitgeberverband vbm seit Mai 2020 jeden Monat 3000 Stellen ab. Die nächste Verhandlungsrunde in Bayern soll am 21. Januar stattfinden.

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Nadja Pohr

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