Künstliche Intelligenz made in Regensburg Hightech Agenda Bayern: Sechs neue KI-Professuren für Universität und OTH

Die Künstliche Intelligenz (KI) gilt als hoffnungsvollste Technologie. Wer hier heute investiert, erobert morgen die Tech-Welt im Sturm. Der Freistaat lässt sich die Zukunft 600 Millionen Euro kosten. Auch Regensburg bekommt ein Stück vom großen Kuchen ab.

Von Mario Hahn

oth regensburg
Die OTH Regensburg erhält drei neue Professuren im Bereich Künstliche Intelligenz

Schneller, flexibler, effizienter – an der Künstlichen Intelligenz führt kein Weg mehr vorbei. Smart Home, Musikstreaming, Sprachassistenten und -übersetzung, Navigation, Assistiertes Fahren, Bilderstellung/-erkennung… die Technologie von morgen ist längst in unserem Alltag angekommen. Und sie verspricht, die Industrie zu revolutionieren. Die schlauesten Köpfe sind sich einig: KI wird die Welt grundlegender verändern als der elektrische Strom oder der Verbrennungsmotor.

Der Freistaat will an der Zukunft mitgestalten. Im Rahmen der Hightech-Agenda Bayern investiert er in den nächsten Jahren 600 Millionen Euro in die (Er-)Forschung der Künstlichen Intelligenz. Dafür werden bis 2023 von Rosenheim bis Hof, von Aschaffenburg bis Kempten und von Deggendorf bis Bayreuth – in allen sieben Regierungsbezirken des Freistaats – 50 Professuren für Künstliche Intelligenz eingerichtet. (Die 50 Stellen komplettieren das von Ministerpräsident Markus Söder in der Hightech-Agenda angekündigte Forschungsnetzwerk zur KI in Bayern. Dazu wurden bereits 50 weitere Lehrstühle mit festen Standorten übers Land verteilt.)

Welterbestadt als KI-Forschungsstandort

Uni Regensburg
Im Rahmen der Hightech-Agenda Bayern investiert werden 600 Millionen Euro in die KI-Forschung investiert. Ein Teil davon geht an die Universität Regensburg

Auch Regensburg bekommt neue KI-Professuren. Das gab Wissenschaftsminister Bernd Sibler Anfang dieser Woche bekannt. Drei neue KI-Professuren entstehen an der OTH und drei an der Universität. „Die zusätzlichen KI-Professuren sind ein wesentlicher Baustein für die Zukunftsfähigkeit und innovative Vernetzung der Universität Regensburg.“, so Präsident Prof. Dr. Udo Hebel. Bei der Vergabe von Professuren für die Informatik hatte die Uni im Januar bereits zwölf neue Professuren erhalten.

Politik würdigt Arbeit der Wissenschaft

„Gerade in der jetzigen Situation der Corona-Pandemie ist dies auch ein wichtiges Zeichen und eine bedeutende Investition in einen wesentlichen Zukunftsbereich“, betonen die Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer und Franz Rieger (beide CSU). Und nicht zuletzt würde der Zuschlag die hervorragende wissenschaftliche Arbeit, die an der Universität und der OTH Regensburg geleistet wird, würdigen.

„Diese dynamische wissenschaftliche Entwicklung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Forschung und stärkt zugleich Regensburg als Wissenschaftsstandort“, fügt Landtagsabgeordnete Kerstin Radler (Freie Wähler) hinzu.


Sechs neue KI-Professuren für Regensburg
  • Die bayerischen Hochschulen konnten sich bis Ende Februar mit ihren Konzepten für KI-Professuren bewerben; insgesamt wurden 175 Anträge eingereicht. Dabei wurden alle vier Schwerpunkte des bayerischen KI-Netzwerks berücksichtigt: Intelligente Robotik, Mobilität, Gesundheit, Data Science.
  • Für Regensburg gibt es folgende neue Professuren an der OTH: Technikfolgenabschätzung für KI-gestützte Mobilität; Künstliche Intelligenz für Infrastruktur und Stadtentwicklung; Edge AI und Kooperative Systeme.
  • Die neuen Professuren an der Universität Regensburg sind: Computational Immunology; KI in der IT-Sicherheit; Maschinelles Lernen, insbesondere Uncertainty Quantification.

Claudia Böhm

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