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Regensburg & Landkreis, Wissenschaft

Wie der Ostertermin zustande kommt Warum ist Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum?

Jürgen Kemmerer von der Regensburger Sternwarte erklärt, wie das Osterdatum zustande kommt. FOTO: Privat

Regensburg Es gibt Feiertage, die sind einfach: Weihnachten ist immer am 25. Dezember, Neujahr immer am 1. Januar. Leicht zu merken und immer gleich – egal in welchem Jahr. Mit Ostern allerdings ist das eine ganz andere Sache: Mal fällt das Ostereiersuchen in den März, mal liegt es im April. Und mit dem Osterdatum wandert auch eine ganze Reihe von anderen Feiertagen wie Himmelfahrt und Pfingsten munter hin und her. Aber warum eigentlich? Warum hat man nicht einfach irgendwann das Osterdatum ein für allemal festgesetzt?

Blizz fragte bei jemandem nach, der es wissen muss: Jürgen Kemmerer von der Sternwarte Regensburg.

So liegt laut Jürgen Kemmerer der Grund für das Herumeiern des Osterdatums rund 1.700 Jahre zurück: „Auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 legte man das Osterfest auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond fest.“
Laut Kemmerer kann der früheste Ostersonntag folglich der 22. März sein, „da das vereinbarte Datum für den dem Frühlingsvollmond vorangehenden Frühlingsanfang der 21. März ist“. Das späteste Osterdatum fällt auf den 25. April. Beinahe alle anderen beweglichen Feiertage im Kirchenjahr orientieren sich am Datum des Osterfestes.

Bis zum Jahr 1582 galt der Julianische Kalender, benannt nach Julius Cäsar. Dieser war jedoch etwas ungenau. Bereits im 16. Jahrhundert hinkte er zehn Tage hinter dem 4. Jahrhundert (Konzil von Nicäa) hinterher. „Papst Gregor XIII. reformierte den Kalend

er und führte im Oktober 1582 den Gregorianischen

Kalender ein, wobei er zehn Tage ausließ (5./15. Oktober). Dieser gilt noch heute.“
Nach der Kalenderreform im Jahr 1582 wurden noch kleinere Korrekturen vorgenommen. Dadurch wäre theoretisch als spätestes Osterdatum auch der 26. April möglich. „Dies“, so der Experte von der Sternwarte, „schloss man aber durch Regelungen aus.“

Übrigens: Am Julianischen Kalender hielten die orthodoxen Länder Osteuropas – auch Russland – noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts fest. Damit war die russische Oktoberrevolution vom 25. Oktober 1917 nach dem Gregorianischen Kalender gewissermaßen eine „Novemberrevolution“ vom 7. November.

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